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ORTSGESCHEHEN

Noch mehr Geld und noch länger warten

Seit 13 Jahren bemüht sich der FC Phönix um einen Kunstrasenplatz in Oberschleißheim, seit sieben Jahren stellt der Gemeinderat immer mal wieder Merkposten für das Projekt in den Etat. Bei der Kommunalwahl 2014 wurde nun die definitive Realisierung bis 2016 rundum versprochen. Jetzt wurde die Maßnahme auch für 2016 abgeblasen, soll aber diesmal ganz sicher 2017 kommen - und wird allerdings um mindestens 50 Prozent teurer.
350.000 Euro hatte der Gemeinderat für das neue Spielfeld vorgesehen, als es 2010 erstmals fixe Planungsabsicht wurde. Als 2014 beschlossen wurde, den Neubau 2015 zu planen und 2016 zu bauen, wurden 450.000 Euro im Etat festgelegt. Weil das Planungsgeld 2015 aber anderweitig ausgegeben worden war, liegen weiter keine Pläne vor.
Jetzt hat das Rathaus mal eine Kostenschätzung eingeholt - und nun wird das Projekt auf 950.000 Euro taxiert. Angesichts eines Millionendefizits in der mittelfristigen Finanzplanung sei diese Ausgabe nicht darstellbar, urteilte die Gemeindekämmerei und empfahl, den Platz bis inclusive 2019 nicht mehr vorzusehen.
Einmütig setzte der Finanzausschuss des Gemeinderats allerdings die eigenen Glaubwürdigkeit höher als die reine fiskalische Abwicklung. Der Platz müsse umgehend realisiert werden.
Die Kostenschätzung wurde allseits als überzogen bewertet. So seien mittlerweile erfolgte Bodenuntersuchungen noch nicht eingeflossen, die günstige Voraussetzungen ermittelt hätten. Alleine durch den schieren Zeitaufwand von Planung und Genehmigung werde es aber nicht mehr möglich, heuer noch auch die Schaufeln in die Hand zu nehmen.
Einmütig wurde daher festgelegt, heuer 50.000 Euro für Planungsmittel in den Etat zu stellen und 2017 dann 730.000 Euro für den Bau. Erich Elsner forderte Bürgermeister Christian Kuchlbauer auf, sich quasi per Ehrenerklärung zu verpflichten, die Umsetzung 2017 auch anzugehen, was der jedoch verweigerte. Da es sich bei dem Platz kommunalrechtlich um eine freiwillige Leistung handle, müssten Pflichtaufgaben wie etwa Kindertagesstätten immer Vorrang haben, und wie sich das 2017 darstelle, könne noch nicht fixiert werden.
Peter Lebmair forderte, für das Projekt unbedingt staatliche Zuschüsse abzurufen. Konsequenz wäre dann aber, dass der Verein Eigenmittel einsetzen müsse, was über all die Jahre der Verschiebungen nie Diskussionsgegenstand gewesen war. Eine Kostensteigerung um fast das Doppelte könne er ansonsten nicht vertreten, monierte Lebmair und stimmte gegen die Aufnahme in den Etat, die mit 12:1 Stimmen beschlossen wurde.


13.01.2016    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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