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ORTSGESCHEHEN

Geld im Rasen versickert

Ein weiteres Jahr wird der von den Fußballern ersehnte Kunstrasenplatz nicht angepackt. Seit 2003 bemüht sich der FC Phönix mit Anfragen und Anträgen um einen Allwetterplatz. Für 2015 hatte das Rathaus nun wieder einmal explizit Geld für die Planungen in den Etat aufgenommen - doch bis es zur konkreten Auftragsvergabe kam, war das Geld weg. Die finanziell aus dem Ruder gelaufene Sanierung eines Rasenfeldes hat gleich die Kunstrasenpläne mit verschlungen.
Dass der zentrale Rasenplatz so marode war, ist nach Argumentation des Vereins auch ein Folge aus dem Fehlen eines Allwetterplatzes. So würden die Rasenplätze überbeansprucht, vor allem auch bei Witterungen, in denen sie tunlichst geschont werden sollten. 175.000 Euro sollte die Rasensanierung kosten, mit 220.000 Euro wurde sie abgerechnet.
Der Gemeinderat hatte die Kostensteigerung hinter verschlossenen Türen versteckt. Dabei wurde dann Bürgermeister Christian Kuchlbauer offenbar gerügt, dass im Rathaus die Kostensteigerung nicht nachverhandelt, ja nicht mal hinterfragt worden sei, sondern kommentarlos zur Auszahlung abgezeichnet. Weil die zusätzliche Ausgabe dann irgendwo gebucht werden musste, flossen die Planungsmittel für den Kunstrasenplatz in die Auszahlung.
"Die im Haushalt veranschlagten Mittel stehen inzwischen nicht mehr zur Verfügung", heißt es nun aus dem Rathaus zum erneuten Antrag des FC Phönix, der vor wenigen Tagen an die Vereinbarungen bezüglich des Planungsbeginns 2015 erinnert hatte und um eine Auftragsvergabe bat. Vorgeschlagen wird vom Verein, den völlig unzeitgemäßen Hartplatz, der faktisch nicht mehr genutzt werde, in einen modernen Allwetterplatz umzubauen. Bodenproben sind mittlerweile bereits entnommen worden.
Schon 2009 hatte der Gemeinderat in den Haushaltsplan für 2010 erstmals einen Posten für die neue Anlage in Höhe von 350.000 Euro eingestellt. Realisiert wurde der Platz damals allerdings nicht. In den Etat 2013 wurde die verschobene Investition wieder aufgegriffen und eingestellt. Umsetzung: wieder negativ. Im Kommunalwahlkampf 2014 hätten alle Kandidaten die Realisierung des Projekts bis 2016 versprochen, erinnert der Verein. Jetzt muss bei den Etatberatungen für 2016 erneut um Mittel verhandelt werden.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


19.11.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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