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ORTSGESCHEHEN

Lesermail zum Artikel 'Konkrete Grundlagen für den Bahnhofs-Kauf'

Sehr geehrter Herr Köbele,
herzlichen Dank für Ihren Leserbrief. Wir freuen uns über jede Form von Kritik, da Vorhaben wie das unsere davon leben, kritisch hinterfragt zu werden.
Wir möchten es nicht versäumen, auf die von Ihnen genannten Punkte einzugehen.
1. Sie sprechen in Ihrem Leserbrief von Vereinszuschüssen. Wir gehen davon aus, dass Sie sich bei der Summe von 15.000 € auf die Zuwendungen der Gemeinde im Rahmen der Sportförderung beziehen (TOP 8, Gemeinderat v. 23. Sept. 2014; TOP 3, Ferienausschuss v. 18. Aug. 2015). Der Verein ‚Verrückter Alter Bahnhof Oberschleißheim‘ (VABOSH) hat demnach bislang keine Vereinszuschüsse erhalten, nicht zuletzt auch da er keinen Sport betreibt.
2. Ende 2014 beantragten wir, dass die Gemeinde 100.000 € als einen möglichen Kaufpreis für den Alten Bahnhof in den Haushalt einstellt (TOP 2, Finanzausschuss v. 13. Jan. 2015, HHSt. 02.8811.9321). Einen Zuschuss an VABOSH erkennen wir hierin nicht. Wir befürworten Investitionen in die soziale Infrastruktur unseres Ortes wie z.B. die Gymnastikhalle (ca. 750.000 €) oder den Fußballkunstrasen (ca. 400.000 €). Das sind für uns keine (!) Vereinszuschüsse.
3. Der Alte Bahnhof wurde 1972 stillgelegt. Nach 43 Jahren haben wir nun die Chance, dieses für unsere Ortsgeschichte wichtige Bauwerk zu einem Teil der Oberschleißheimer Kulturlandschaft zu machen. Sehr geehrter Herr Köbele, von diesen 43 Jahren gehörten Sie 18 Jahre lang dem Gemeinderat an. Wir haben konkrete Visionen, wie unser Alter Bahnhof zukünftig aussehen könnte [Schleißheimer Zeitung, 15. Feb. 2015 / 22. Jun. 2015]. Packen Sie mit an!
4. Um den Gemeindehaushalt nicht weiter zu belasten, erarbeiten wir Finanzierungsmodelle. Ihre Sorge um die Gemeindefinanzen teilen wir. Daher verwundert es, dass für Sie eine Bürgerbeteiligung ausscheidet. Wenn jeder zweite Oberschleißheimer Haushalt mit 50 € einer Genossenschaft beiträte, stünden 180.000 € zur Verfügung. Sanierungskosten von 1.2 Mio. € können wir nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Erfahrungen vergleichbarer Projekte nicht bestätigen.
5. Unsere Wunschvorstellung ist die einer gemeinnützig-öffentlichen Nutzung des Alten Bahnhofs. Ein solches Konzept schließt es aus, als Einnahmequelle von Schleißheimer Einrichtungen überhöhte Mieten zu verlangen. Wenn wir gleichzeitig eine klare Begrenzung des finanziellen Engagements der öffentlichen Hand anstreben, können wir bei unseren Planungen wirtschaftliche Aspekte nicht komplett außer Acht lassen [vgl. z.B. www.giesinger-bahnhof.de].
6. Wir halten es nicht für redlich, die ehrenamtlichen Aktivitäten und nachhaltigen Sorgen der Mitglieder und Unterstützer von VABOSH in Konkurrenz mit Kindertagesstätten, Asylbewerbern oder dem Bürgerzentrum zu setzen. Ein „divide et impera!“/„teile und herrsche!“ lehnen wir ausdrücklich ab. Wir vertrauen darauf, dass der Gemeinderat einen klugen Ausgleich der Interessen der gesellschaftspolitischen Akteure unseres Ortes vornimmt.
Es wäre uns eine Freude, die hier begonnene Diskussion vertiefen zu können. Daher laden wir alle Interessierten sehr herzlich zu unserem alle zwei Monate stattfindendem Jourfixe ein. Der nächste Termin ist Mittwoch, 11. November, 20 Uhr in der Osteria del Duca.
Andreas C. Hofmann, Vorsitzender 'Vabosh'
 
(weitere Lesermails zu diesem Thema)


20.10.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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