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Tribünenhotel für die Regatta

Tribünenhotel für die Regatta

Zur Zukunftsfähigkeit der Regattaanlage hat ein Oberschleißheimer Planerteam vorgeschlagen, in die gigantische Tribüne ein Hotel zu integrieren. Das vorwiegend als Tagungshotel zu nutzende Objekt könne dann eine Ganzjahresnutzung auf der Anlage befeuern, dessen Zukunft wegen der enormen Investitions- und Unterhaltskosten derzeit in Frage steht. Im Oktober wird der Münchner Stadtrat einen Grundsatzbeschluss zur überfalligen Sanierung der Anlage fassen.
Völlig offen ist darin die zukünftige Option einer Unterbringung der Sportgäste am Gelände. Alle einstigen Übernachtungs- oder Verpflegungsmöglichkeiten, darunter das einstige Schullandheim im Tribünenbereich, sollen nach der Sanierungsvariante für den Münchner Stadtrat nicht mehr saniert werden.
Speziell die Ruderverbände haben sich dagegen schon verwahrt. „Der Übernachtungsbereich hat eine große Bedeutung für die Nachwuchsförderung und die Ausbildung“, hat Thomas Stamm, Präsident des Bayerischen Ruderverbandes, zu dieser Debatte angemerkt.
Ein Konsortium aus den Bauingenieuren Christine und Casimir Katz und der Architektin Anke Schuster haben für den Ideenwettbewerb zur Zukunft der Anlage nun ein Tribünenhotel vorgeschlagen, das in die Tribünenanlage der Olympischen Spiele 1972 integriert werden könnte.
Die über 200 Meter lange Konstruktion mit 17 gleichmäßigen Abschnitten bietet seit Olympia rund 11.000 Besuchern Platz. Das Sanierungskonzept des Münchner Sportamts sieht vor, die Anlage auf rund 4500 Plätze zu verkleinern, die Regelanforderung für internationale Ruderwettkämpfe.
Der Oberschleißheimer Architektenplan schlägt hingegen vor, neben den vier für eine künftige Tribüne benötigten Abschnitten ein paar Abschnitte für Indooraktivitäten zu nutzen, etwa eine Kletterhalle oder eine Beachvolleyballhalle, oder einen begehbaren Steingarten zu integrieren und in den Rest ein Hotel einzubauen. Die "Seeterrasse" vor dem Hotel könnte mindestens auf einer Ebene für Gastronomie genutzt werden (Animation ob.).
"Das Hotel zieht über den zentralen Sportgedanken und das Freizeitthema hinaus überregional Gäste an und belebt den Regattapark über das ganze Jahr hinweg", haben die Oberschleißheimer Planer in ihrem Wettbewerbsbeitrag argumentiert. Es könne für vielfältige Zielgruppen "ihr passendes Angebot mit entsprechender Atmosphäre" gestaltet werden.
Neben der attraktiven Nähe zu München und der Lage unmittelbar an der Autobahnausfahrt werde potentiellen Hotelgästen "ein umfangreiches Sport- und Freizeit-Angebot im Regattapark geboten". Zudem sei es unerlässlich, die Tribüne in ihrer historischen Gestaltung als "wesentliches raumbildendes Element der gesamten Anlage" zu erhalten, finden die drei Planer.
Thomas Urban, der Leiter des Münchner Sportamts, nennt den Hotelvorschlag "eine interessante Idee unter vielen". Allerdings sieht er derartige Überlegungen erst nach dem Grundsatzbeschluss vom Herbst auf der Tagesordnung. Dass ein Votum für den Rückbau der Tribüne die Hotelvision ausschließen würde, wie es die Oberschleißheimer befürchten, sieht Urban nicht.


06.08.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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