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ORTSGESCHEHEN

Idylle nicht riskieren

Die Dr.Hofmeister-Straße bleibt in ihrer charakteristischen Ausprägung unangetastet. Einmütig hat sich der Bauausschuss des Gemeinderats gegen eine Änderung der Leitpläne und damit der Freigabe weiterer Nachverdichtung ausgesprochen. Für einen konkreten Wunsch, bei dem eine alte Garage durch Wohnraum ersetzt werden soll, hat das Gremium zwar Verständnis signalisiert, es soll aber in einer Einzelfallentscheidung geregelt werden.
Weil dieses Vorhaben die gültigen Leitpläne sprengt, hat das Rathaus vor der Entscheidung eine grundsätzliche Analyse angestellt: soll die rund 20 Jahre alte Vorgabe für die Straßenzeile modernisiert, sprich zusätzliche Nachverdichtung ermöglicht werden?
Einige der Anlieger haben sich massiv dagegen verwahrt. "In seiner Schönheit und Ruhe ist dieser Ortsteil als historisches Refugium zu betrachten", heisst es in einer Petition mit 45 Unterschriften, "eine weitere Verdichtung bedeutet eine unwiederbringliche Zerstörung eines so wichtigen, wertvollen Ortsgefüges".
Entlang der Straße liegen rund 30 schmale Parzellen, die nahezu durchgängig fünf Meter tiefe Vorgärten zur Straße hin besitzen und so ein aufgelockertes, grünes Band bilden. Die nach Osten orientierten Gärten sind zudem auf stattliche Tiefen begrünt und "sorgen so mit für die Orts-Durchlüftung", argumentieren die Anlieger auf ihrer Unterschriftenliste. Daher sei das Areal um die Dr.Hofmeister-Straße "als sensibler Teil zu betrachten".
Die Überprüfung des Leitplanes hat nun ergeben, dass selbst das vor 20 Jahren zugestandene Baurecht noch nicht ansatzweise ausgeschöpft wurde. Gerade sechs Grundstücke sind an ihrem Limit, alle anderen könnten schon auf bestehender Rechtsgrundlage nachverdichten, auf einzelnen Parzellen bis hin zu kompletten Einfamilienhäusern.
Würde der Leitplan nun so nachgebessert, dass der konkrete Antrag erfüllt wird und alle Nachbarn proportional das gleiche Recht erhalten, könnten die Einfamilienhäuschen teilweise Dreispännern weichen - mit der daraus folgenden Kahlrasur der Gärten und Grünzüge. In letzter Konsequenz wäre irgendwann auch die Stellplatzfrage kaum mehr lösbar.
Auf dieses Szenario hatte der Bauausschuss des Gemeinderats nun keinerlei Lust. Mit Ausnahme von Peter Benthues, der als Mittelweg durchaus "eine vernünftige Verdichtung" empfahl, entschied das Gremium mit 12:1 Stimmen, den Leitplan nicht anzutasten.
Den konkreten Anbauantrag dürfe man damit dennoch nicht vom Tisch wischen, forderte Hans Negele. Hier soll wohl eine alte Garage abgerissen und stattdessen an das Wohnhaus angebaut werden, was die Vorgaben des Leitplans insofern übertritt, als die Garage auf die bisherige Maßzahl nicht angerechnet war, der Anbau aber schon. "Das kann einem Laien nicht plausibel gemacht werden, dass eine Garage da stehen darf, aber Wohnraum nicht", befand Negele. Der Antrag wird nun in der nächsten Sitzung auf der Basis des bestehenden Leitplans bewertet.


22.06.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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