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Verbesserungen für Asylunterkünfte angemahnt

Verbesserungen für Asylunterkünfte angemahnt

Zahlreiche Mängel und Defizite an der Unterbringung der Asylbewerber am Heuweg wurden bei der Informationsveranstaltung am Dienstag im Bürgersaal kritisiert. Mit seinen bedrohlichen Absperrgittern wirke die Heimat für rund 120 Menschen von außen wie ein Zoo und von innen wohl wie ein Gefängnis, monierte Klaus Hauenstein.
Wolfgang Asanger rügte ebenfalls das Erscheinungsbild und fehlende Außenanlagen, die von den im Sommer aufgeheizten Containern aus genutzt werden könnten. In den riesigen Pfützen auf dem nur freigeräumten Gelände könne ein Kind glatt ertrinken, warnte er.
An die 200 Besucher informierten sich über die Situation der Flüchtlinge am Ort. Zum ersten Mal nach einem halben Jahr hatte das Rathaus so eine Information angesetzt, die SPD hatte dazu die Initiative ergriffen. Schon im August 2013 hatte Oberschleißheim die ersten Asylbewerber aufgenommen, damals am Jugendzeltplatz. Seit Ende 2014 sind nun rund 120 Menschen in provisorische Container am Heuweg gezogen.
"Oberschleißheim erfüllt seine Aufnahmequote", bilanzierte Bürgermeister Christian Kuchlbauer, "und wir kommen auch gut damit zurecht". Der Helferkreis, der sich bereits 2013 aus den christlichen Kirchen und sozialen Einrichtungen am Ort konstituiert hatte, sei "sehr gut organisiert", lobte er, deren Einsatz "eine riesige Anerkennung wert". Peter Lemmen und Joachim Dähler als Sprecher des Helferkreises stellten den Besuchern die Aufgaben und Schwerpunkte vor (Bild).
Der Bürgermeister stellte ebenso die Arbeit der Vereine und der Übergangsklassen in der Berglwaldschule heraus: "Die Willkommenskultur, die Oberschleißheim pflegt, ist nicht selbstverständlich." Lemmen nannte die Arbeit des Helferkreises "eine Demonstration für die Flüchtlinge, dass sie angenommen und willkommen sind".
Weiter unklar ist der Standort für die anvisierte dauerhafte Unterkunft. Landrat Christoph Göbel berichtete von andauernden Verhandlungen mit der Staatlichen Schlösserverwaltung, deren Lagerplatz am Holzgarten übertragen zu bekommen. Mittlerweile hatte die Schlösserverwaltung das sogenannte Schwimmbadgrundstück angeboten, was aber aus naturschutzfachlichen Gründen nicht in Frage komme.
Der geplante Neubau bis Jahresende werde "knapp nicht mehr klappen", kündigte er eine Verlängerung des Provisoriums am Heuweg an. Sollte das Grundstück am Holzgarten freigegeben werden, könne man aber "sofort loslegen".
Neben den Defiziten in der Unterkunft wurde in der Versammlung auch Bürokratie kritisiert. So müssen erkrankte Asylbewerber vor einer Behandlung einen Krankenschein im Landratsamt einholen. Zunächst wurden diese Scheine immerhin im Rathaus ausgegeben, was mittlerweile aber an das Landratsamt zurückgereicht wurde. In der Versammlung kündigte Kuchlbauer an, Krankenscheine künftig wieder zweimal monatlich im Rathaus auszugeben.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


17.06.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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