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ORTSGESCHEHEN

Keine Einbahnstraße am Margarethenanger

Entgegen dem Wunsch der Anlieger wird am Margarethenanger keine Einbahnstraßenregelung eingeführt. Eine Verkehrsananlyse hat die mögliche einseitige Sperrung als nicht so effektiv bewertet, um damit mögliche Nachteile aufzuwiegen. Speziell die Anwohner der Nachbarstraße am Isarbach hatten schon massiv Front gegen eine Bevorzugung des Margarethenangers gemacht.
"Oberschleißheim hätte dringendere Verkehrsprobleme", ließ Gutachter Robert Ulzhöfer im Verkehrsausschuss des Gemeinderates durch die Blume anklingen. Eine Einbahnstraßenregelung am Margarethenanger würde die Straße statistisch zwar dramatisch entlasten, in der Konsequenz aber andere Verkehrsbeziehungen belasten.
Speziell gestört hat sich der Ausschuss an einer Verlagerung des Verkehrs in den morgendlichen Spitzenzeiten auf den Schulweg zur Grundschule Parksiedlung, der auch zu dieser neuralgischen Zeit von den Schulkindern genutzt werden muss. Der Schulweg würde laut der Expertise von der Straße Am Isarbach mit Querung des Margarethenangers auf Höhe Ruffinistraße vom Kfz-Verkehr entlastet, allerdings aus Richtung Westen und Norden zur Schule durch die Verkehrsverlagerung dann stärker belastet.
Die Fahrbewegungen im Margarethenanger könnten durch eine Einbahnregelung von derzeit rund 1600 Fahrzeugen täglich auf knapp 700 reduziert werden. Speziell in Fahrtrichtung von Ost nach West wäre die Einbahnregelung laut Gutachten am effektivsten.
Verlagern würde sich der Verkehr schwerpunktmäßig auf die St.-Margarethen-Straße und den Stutenanger. Das Gutachten stellte aber "generell auch die Frage, ob eine Einbahnregelung überhaupt dringend notwendig ist", da der damit bekämpfte Schleichverkehr "außerhalb der Morgenspitzenstunde nicht nennenswert nachgewiesen" werden könne.
Für die Anwohner der Parallelstraße Am Isarbach geht eine Einbahnregelung nebenan gar nicht. Den Margarethenanger "einseitig zu entlasten und entsprechend Am Isarbach in unverantwortlicher Weise zu belasten", sei "in keiner Weise hinnehmbar", heisst es im Nachgang zu einer von 90 Anliegern unterschriebenen Petition gegen die Einbahnstraße.
Diese einseitige Maßnahme überhaupt zu erwägen, sei "ein hilfloses Laborieren an Symptomen" und zeige, "dass die Gemeinde offensichtlich nicht Willens oder in der Lage ist, sich breiten Problemstellungen auch mit entsprechend umfassenden Lösungsansätzen zu stellen". Ohne weitere Debatte hat sich der Ausschuss einstimmig gegen die Einbahnregelung ausgesprochen.


15.06.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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