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ORTSGESCHEHEN

Radiologiezentrum an die Villenzeile?

Die Villenzeile nördlich der Schlossmauer, entlang der Freisinger Straße, soll von einem Radiologiezentrum erweitert werden. Die medizinische Facheinrichtung soll auf 66 Meter Länge und 18 Metern Tiefe entstehen, im Obergeschoss mit Platz für 12 Wohnungen für Mitarbeiter der Praxis, ausgerichtet parallel zur Schlossmauer, am östlichen Ende des Ortes - und da liegt das Problem.
Denn baurechtlich ist das Ende des Ortes zu sehen, bevor die potentielle Praxis beginnt. Und damit ist sie nach Beurteilung durch das Gemeindebauamt nicht genehmigungsfähig. Östlich der Schwertschkoffschen Villa hat sich in den 1980er Jahren noch eine Villa angesiedelt, auf welcher baurechtlichen Grundlage, ist heute nicht mehr so auf Anhieb erkennbar. Aber selbst wenn diese Landnahme die Ortsgrenze seinerzeit hinausgeschoben hat - spätestens an ihrer Ostkante ist im Wortsinn Ende Gelände. Die geplante Radiologie soll allerdings erst deutlich östlich davon beginnen. Und das dies dann nicht mehr zulässig sein könne, sei "relativ eindeutig", formulierte Gemeindebauamtsleiter Josef Schartel.
Wenn das Baurecht nicht passe, müsse es eben passend gemacht werden, forderte die CSU. Ein Radiologiezentrum sei "eine sehr große Bereicherung für die Gemeinde", argumentierte Peter Benthues, da dürfe man "nicht mit spitzer Feder einen Strich durch machen". Auch die Freien Wähler forderten, dieses Projekt dort "irgendwie zu ermöglichen", wie Stefan Vohburger sagte; zur Not müsse eben der gemeindliche Flächennutzungsplan geändert werden, mit dem die Ortsgrenze neu definiert werden kann.
SPD und Grüne sahen die medizinische Einrichtung deutlich gelassener. Für den täglichen Bedarf sei ein derartiges Fachzentrum nicht so elementar, dass dafür Ecksteine des Baurechts ausgehebelt werden müssten.
Gegen zwei Stimmen aus der CSU lehnte der Ausschuss die Baupläne einmütig ab. Gegen drei Stimmen aus SPD und Grünen wurde der Bürgermeister allerdings mit Verhandlungen beauftragt, das Projekt auf baurechtlich verträgliche Grundlage zu stellen.
 
(hierzu sind Lesermails eingegangen)


24.03.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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