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ORTSGESCHEHEN

Westumgehung wird geplant - und zeigt erste Probleme

An der Westumgehung für Oberschleißheim wird im Staatlichen Bauamt derzeit bereits konkret geplant. Vermessungen sind bereits abgeschlossen, heuer noch soll die nötige Umweltverträglichkeitsstudie erstellt werden. Und diese Planungen zeigen auch bereits erste massive Probleme auf, wie Baudirektor Peter Döbl dem Gemeinderat am Dienstag vorstellte. Dort wird parallel weiter über die Notwendigkeit der Trasse gestritten.
Die notwendige Kreuzung einer Umgehungsstraße mit der Bundesstraße B471 dürfte ein vertracktes Problem werden. Wegen des dort prognostizierten Verkehrsaufkommens müsse mit vier- bis fünfspurigen Fahrbahnen geplant werden, schilderte Döbl, und das sei neben dem unmittelbar parallelen Schlosskanal kaum realisierbar.
Favorisiert werde daher derzeit eine Überführung der Staatsstraßenumgehung mit Auffahrtsrampen von der B471 - eine Variante, die im Gemeinderat Entsetzen auslöste. Schließlich ist der Ortsrand nahe und der Verkehrslärm von einer Brücke schwer zu kontrollieren.
Die Grundlage der Straßenplanung sind Prognosen dramatischer Verkehrszunahme. Auf der Staatsstraße 2342, die aus dem Ort verlagert werden soll, erwartet die Expertise bis 2030 eine Steigerung um 50 Prozent von jetzt 14.000 täglichen Verkehrsbewegungen auf dann 21.000. Auf der B471 westlich des Ortes wird ein Verkehrszuwachs von 16.000 auf 20.000 Bewegungen prognostiziert. Die Kreuzung der beiden Trassen im Ort werde mit diesem Zuwachs dann nicht mehr funktionieren.
Die Westumgehung, die im Bedarfsplan des Freistaats erste Priorität genießt, soll nach den Plänen in zwei Etappen realisiert werden. Der Südabschnitt, der zwischen Feldmoching und Oberschleißheim nach Westen abzweigt und bis zur B471 führen soll, soll dabei vorrangig gebaut werden. Später würde sich dann die Nordhälfte anschließen, die vor Unterschleißheim wieder die bestehende Staatsstraße erreichen soll.
Döbl schilderte dabei, dass der Südabschnitt alleine die Feierabend- und Mittenheimer Straße durch den Ort noch überhaupt nicht merklich entlasten werde. Lediglich die Funktionalität der Kreuzung könne damit aufrecht erhalten werden. Erst eine komplette Vollendung der Westumgehung auf Unterschleißheimer Flur brächte dem Ort "spürbare Entlastung", die er bei einem Rückgang von 30 bis 50 Prozent des Verkehrs auf der Feierabendstraße bezifferte.
Die Gegner der Umgehungsstraße aus CSU und Grünen konnten der Darstellung überhaupt nichts abgewinnen. Markus Büchler (Grüne) tat die Prognose einer derart drastischen Verkehrszunahme als "völlig hypothetisch" ab: "Das soll nur Lust machen auf Straßenbau". Peter Benthues (CSU) rügte, dass in die prophezeite Entlastungswirkung "viel Glaube investiert" sei, er erwarte ein anderes Fahrverhalten in der Realität.
Der jüngste Vorstoss der CSU, die Verkehrssituation umfassend zu betrachten und eine Südumgehung der B471 in die Pläne einzubeziehen, wird vom Staatlichen Bauamt abgelehnt. Man werde "die einzelnen Probleme einzeln angehen", schilderte Döbl, was von Peter Lebmeir (CSU) als "zu kurzsichtig" gerügt wurde.
Eine gleichwohl in München bereits erstellte Verkehrsprognose für eine potentielle Südumfahrung der B471 habe laut Döbl eine "eigentlich nicht spürbare Entlastung" für den Ort von gerade einmal zehn Prozent ergeben. Diese Prognose zweifelte nun wieder die CSU an, weil sie eine eventuelle Entfernung des Bahnübergangs im Ort nicht berücksichtige, mit der die Verkehrsströme drastisch verändert würden.


25.02.2015    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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