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ORTSGESCHEHEN

B471-Umgehung schon Thema im Staatlichen Bauamt

Wenn Oberschleißheim eine Westumgehung der Staatsstraße entlang der Autobahn A92 bekommt - wäre es dann sinnvoll, diese Trasse nach Osten zu verlängern und so quasi in einem Aufwasch eine Umgehung der Bundesstraße B471 mit zu schaffen? Am Ort werden derzeit wieder beide Varianten politisch diskutiert und offenbar hat sich auch das Staatliche Bauamt bereits damit auseinandergesetzt. Im Rathaus liegt nun ein bisher internes Gutachten der Staatsbehörde über eine B471-Umgehung.
Durch eine neue Straßentrasse parallel zur Autobahn A92 will Oberschleißheim die Staatsstraße 2342 aus dem Ort verlegen. Gegen den Willen von CSU und Grünen hatte der Gemeinderat diese Forderung erhoben und damit auch Gehör gefunden, das Projekt ist im Bedarfsplan für Staatsstraßenneubau enthalten. Die CSU hat unterdessen im Gemeinderat die vor Jahrzehnten immer wieder diskutierte Variante belebt, eine Umgehungsstraße für die B471 anzulegen.
Und exakt diese Option hat auch das Staatliche Bauamt bei den Vorbereitungen für die Planung der Staatsstraßenumgehung bereits intern untersuchen lassen. Ein Gutachten kommt für potentielle Umgehungsstraßen unmittelbar entlang der Autobahn A99 oder als allerdings kaum denkbare Alternative mitten durch das Flugplatzgelände zu dem Ergebnis, dass die B471 innerorts damit von lediglich 4000 oder im Alternativfall 5000 Kfz-Bewegungen entlastet würde. Die jüngste Verkehrszählung hatte für die B471 innerorts über 11.000 Verkehrsbewegungen ermittelt.
Auf das Gutachten, das bisher in der Behörde unter Verschluss gehalten war, ist Bürgermeister Christian Kuchlbauer (Freie Wähler) gestoßen, "weil ich viele Gespräche führe und viele Leute kenne", wie er sagte. Jetzt will sich der Gemeinderat von der Behörde das Gutachten und die daraus resultiertenden Vorstellungen des Bauamts aufzeigen lassen.
In der gemeinsamen Sitzung von Verkehrs- und Bauausschuss des Gemeinderates, in der ursprünglich über den CSU-Antrag beraten werden sollte, kam es allerdings zur Debatte, ob so eine Südumgehung der B471 überhaupt gewollt wäre, selbst wenn sie das Staatliche Bauamt auf's Tapet brächte. Die Grünen und Teile der SPD lehnen diesen Ansatz kategorisch ab.
Die wahrscheinlichste Variante müsste das Korbinianiholz durchschneiden und damit eine unter europäischem Naturschutz stehende Waldfläche, was von ihnen kategorisch abgelehnt wird. Die Grünen bezweifeln zudem die Effektivität einer derartigen Umfahrung.
Florian Spirkl (SPD) spießte am Antrag der CSU auf, dass die von ihnen geforderte Umfahrung der B471 parallel zur Autobahn geführt würde, teils auf der gleichen Trasse der Staatsstraßen-Umfahrung. Bei diesem, seinerzeiten von der SPD eingebrachten Antrag hatte die CSU unter anderem dagegen argumentiert, dass es irrwitzig sei, Straßen neben bestehende Autobahnen neu zu bauen. So in der Argumentation zu springen, sei "unredlich", rügte er, was Peter Benthues für die CSU zurückwies.
Mehrheitlich verständigten sich beide Ausschüsse darauf, eine Entscheidung über eine Forderung nach der B471-Umfahrung zurückzustellen und die Absichten des Staatlichen Bauamts anzuhören. Kuchlbauer sagte, das werde unmittelbar nach den Etatberatungen im Frühjahr geschehen.


16.12.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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