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ORTSGESCHEHEN

Abbiegespur oder Ableitung?

Wie kann die Kreuzung der zentralen Durchfahrtsachsen durch Oberschleißheim optimiert werden? Einen neuen Anlauf will das Rathaus starten, um an der Kreuzung von Bundesstraße B471 und Staatsstraße 2342 den Verkehr besser abfließen zu lassen und so Schleichverkehr durch die anliegenden Wohnstraßen zu vermeiden. Dazu wurden dem Staatlichen Bauamt zwei Denkansätze übermittelt, die mit der Behörde dann in einer unmittelbaren Debatte entschieden werden sollen.
Die CSU hat einmal mehr gefordert, an der Dachauer Straße eine Linksabbiegespur in die Feierabendstraße zu installieren. Damit wäre der beträchtliche Anteil der Fahrzeuge auf dieser Verkehrsbeziehung nicht mehr dem Stau vor der unmittelbar anschließenden Bahnschranke ausgesetzt. Derzeit blockiert die geschlossene Schranke über den Rückstau über die Ampel hinaus auch die Linksabbieger,so dass diese vor dem Stau durch die Wohngebiete um den Margarethenanger ausweichen und sich zur Feierabendstraße durchmogeln.
Das Staatliche Bauamt hat bei früheren Anläufen in dieser Richtung schon mitgeteilt, dass wegen der beengten Situation durch Wohnbebauung im Norden und den Dachauer Kanal im Süden der Straße eine weitere Spur äußerst schwierig zu installieren sei. Die CSU beharrt aber auf der Forderung; "äußerst schwierig" heiße im Umkehrschluss doch, dass es nicht unmöglich sei, betonte Peter Benthues im Verkehrsausschuss des Gemeinderats. Auch eine kurze Spur würde schon helfen.
Diesen Ansatz bezweifelte die SPD. "Eine kurze Abbiegespur löst das Problem nicht", versicherte Florian Spirkl, und eine ausreichend lange Parallelspur sei wohl wirklich nicht realisierbar. Johann Negele (Freie Wähler) forderte, die Spur in der nötigen Länge zu realisieren, zur Not müsse der historische Kanal überbaut werden. Für andere Zwecke sei das auch schon geschehen, erinnerte er. "Der Staat soll sich auch mal um die Gemeinde kümmern", appellierte er.
Peter Lemmen (SPD) schlug als Alternative vor, die Linksabbieger schon früher von der Kreuzung abzuziehen und nach rechts über Hubertus- und Veterinärstraße in die Sonnenstraße abzuleiten. Über diesen Schwenk würden sie auf die Sonnen- und in Verlängerung dann auf die Feierabendstraße gelangen, ohne dem Rückstau an der Ampel überhaupt ausgesetzt zu werden. Hier wurden freilich Bedenken geäußert, ob die beiden Straßen derartiger Dauerbelastung standhalten würden.
Beide Varianten sollen nun dem Staatlichen Bauamt vorgestellt werden, das wegen der Umgehungsstraßenpläne ohnehin demnächst im Rathaus vorstellig werden wird. Bei der Gelegenheit soll dann auch diese Situation ausdiskutiert werden.


16.12.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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