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Lesermail zum Artikel: 'Wahlkampf-Coup zerplatzt'

Ich befürchte, dass die Freigabe des Standstreifens auf der A99 nicht zu einer Lösung der Verkehrsproblematik beiträgt. Schon im Wahlkampf, als dieser Vorschlag aufkam, habe ich mich so geäußert, dass man diese Maßnahme sehr genau prüfen müsse, weil sie eventuell auch Probleme schaffen könnte.
In der Verkehrspolitik gibt es keine einfachen Patentrezepte, die man mal schnell umsetzt. Jede Maßnahme hat weitreichende Auswirkungen und muss deshalb genau geprüft werden.
Ich werde als Mitglied des Gemeinderates keinen Maßnahmen in der Verkehrspolitik zustimmen, bei denen die Auswirkungen nicht geprüft sind. Das bin ich den Bürgerinnen und Bürgern unseres Ortes schuldig.
In der Sitzung des Gemeinderates habe ich nachgefragt, ob die Auswirkungen der Standstreifenfreigabe auf der A99 Richtung Stuttgart bis zum AD Feldmoching auf die Gemeinde Oberschleißheim geprüft sind. Als dies vom 1. Bürgermeister verneint wurde, habe ich beantragt, diese Forderung aus der Stellungnahme der Gemeinde zu streichen, weil ich negative Auswirkungen für die Gemeinde Oberschleißheim befürchte.
Dabei habe ich erwähnt, dass es sein könnte, dass sich die Gemeinde damit ein übles Ei legt. Einer Prüfung der Standstreifenfreigabe hätte ich zugestimmt.
Der Stau auf der B471 entsteht nicht, wie von vielen vermutet, durch den Bahnübergang, sondern durch die Autobahnanschlussstelle Oberschleißheim der A92. Schon deutlich bevor der Stau im Osten zwischen Lustheim und Oberschleißheim Thema wurde, gab es regelmäßige Staus auf der B471 Richtung Dachau bis zur Autobahn. Und auch heute kann der Verkehr auf der B471, wenn auf der A99 Stau ist, nicht Richtung Dachau abfließen, völlig unabhängig von der Bahnschranke. Davon kann sich jeder überzeugen, indem man die aktuelle Verkehrslage an Nachmittagen unter der Woche auf google Maps verfolgt.
Auf dieser Seite kann man auch die normale Verkehrslage abrufen, auch dort kann man unschwer erkennen, dass die Autobahnanschlussstelle das Problem ist. Schon heute haben die Fahrzeuge, die an der Anschlussstelle Oberschleißheim die A92 verlassen wollen, Vorrang vor den Fahrzeugen, die auf der B471 aus Oberschleißheim kommen.
In den Planfeststellungsunterlagen wird dargestellt, wie die Autobahndirektion diese Situation verbessern will. Mit einer mehrspurigen Autobahnbrücke und zwei Linksabbiegerspuren für die Autobahnabfahrt aus Richtung Unterschleißheim. Dadurch werden in Zukunft mehr Fahrzeuge aus Oberschleißheim Richtung Dachau über die Autobahn fahren können, so dass der Verkehr Richtung Dachau schneller abfließt. Und dann fließt der Verkehr auch über die Bahnschranke schneller ab.
Ich befürchte, dass diese Verbesserung durch die Standstreifenfreigabe auf der A99 zunichte gemacht würde. Wenn mehr Fahrzeuge aus Richtung Süden in Oberschleißheim von der Autobahn abfahren, also auf der Seite der Anschlussstelle, auf der es keine doppelten Spuren für Rechtsabbieger Richtung Dachau geben soll, könnte das dazu führen, dass wieder weniger Fahrzeuge aus Oberschleißheim über die Autobahn kommen, mit dem bekannten Rückstau auch über die Bahngleise hinaus durch den Ort. Deshalb habe ich einer voreiligen Forderung nach dieser Maßnahme nicht zugestimmt.
Sehr geehrter Herr Dolles, es ist nicht so, dass die SPD gegen sinnvolle Vorschläge der Kolleginnen und Kollegen im Rat stimmen würde. Im Gegenteil, wir begrüßen jede sinnvolle Initiative. Allerdings sollte sie plausibel und geprüft sein. Das haben wir in diesem Fall vermisst.
Florian Spirkl (Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat)
 
(weitere Lesermails zu diesem Thema)


15.11.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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