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ORTSGESCHEHEN

Wahlkampf-Coup zerplatzt

Es war eine der großen Wahlkampf-Ideen des neuen Bürgermeisters Christian Kuchlbauer (Freie Wähler): auf der Autobahn A99 sollte ab der Anschlussstelle Neuherberg der Standstreifen freigegeben und somit neuer Bewegungsraum vor dem Allacher Tunnel geschaffen werden, auf dass weniger Autos dem Stau bei Neuherberg entfliehen und dann über die Bundesstraße B471 durch den Ort stehen.
Im Genehmigungsverfahren für den Ausbau der A92 sah Kuchlbauer nun den geeigneten Zeitpunkt, die Idee auch an Mann zu bringen. Allerdings hat der Gemeinderat das ausgebremst - und der Idee so was von die Luft rausgelassen.
Würde durch die Standspurfreigabe der Verkehr auf der Autobahn gehalten, so argumentierte Florian Spirkl (SPD) im Gemeinderat, dann würden diese Autos am Dreieck Feldmoching auf die A92 abbiegen und dann in Richtung Dachau die Autobahn bei der Anschlusstelle Badersfeld verlassen. Damit würde zwar der Durchfahrverkehr durch Oberschleißheim reduziert, andererseits aber der Ausfahrverkehr von der A92 auf die B471 erhöht. Und da der Vorrang in der Verkehrslenkung genieße, würde sich der Rückstau auf der B471 weiter in den Ort verlagern.
"Möglicherweise legen wir uns damit ein übles Ei", warnte Spirkl vor den Plänen seines damaligen Konkurrenten im Bürgermeister-Wahlkampf. Kuchlbauer musste einräumen, dass eine Abwägung zwischen den beiden Szenarien noch nicht erfolgt sei.
Mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP wurde die Forderung nach einer Standstreifenfreigabe mit 11:10 Stimmen gegen CSU und Freie Wähler aus der gemeindlichen Stellungnahme entfernt.
 
(hierzu sind Lesermails eingegangen)


12.11.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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