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Ampel oder Kreisel?

Kann die Einmündung der Birkhahnstraße aus Riedmoos in die Staatsstraße zwischen Ober- und Unterschleißheim idealerweise mit einem Verkehrskreisel entschärft werden oder besser mit einer Ampel? Der Unterschleißheimer Bürgermeister Christoph Böck kam am Dienstag persönlich zur Werbung für die in seinem Rathaus favorisierte Ampellösung in den Gemeinderat der Nachbarn. Nach intensiver Debatte bilanzierte sein Oberschleißheimer Kollege Christian Kuchlbauer „noch viel Diskussionsbedarf“.
Riedmooser, die in Richtung Unterschleißheim in die Staatsstraße einfahren wollen, müssen wegen des dichten Verkehrs dort unverhältnismäßig lange warten; 900 Autos fahren zu Spitzenzeiten auf dem Teilstück - stündlich. Linksabbieger von Oberschleißheim her in Richtung Riedmoos haben das gleiche Schicksal und bewirken zudem massive Rückstaus nach Oberschleißheim hinein.
Für Unterschleißheim würde eine Bedarfsampel das Problem ideal lösen. Ein Kreisverkehr hingegen, so argumentierte Bürgermeister Böck in Oberschleißheim, würde zwar dem Kfz-Verkehr dienen, aber Fußgängern und Radfahrer keine zusätzliche Sicherheit vermitteln. Außerdem wäre der Flächenverbrauch deutlich höher. Und schließlich sei das Risiko eines Rückstaus nach Oberschleißheim bei einem Kreisel höher als bei einer Ampel mit Linksabbiegespur und bedarfsgesteuerter Schaltung.
Diese Darstellung sei zu Unterschleißheim-zentriert, rügten im Oberschleißheimer Gemeinderat speziell die Freien Wähler. Mit der Ampel am Bahnhof, einer wohl ebenfalls nötigen an der Einmündung der Hirschplanallee, einer weiteren am Bruckmannring und dieser geplanten, mithin vier Ampeln auf kaum zwei Kilometern, würde der Verkehr in Oberschleißheim völlig zerhackt. Fließenden Verkehr aus dem Ort heraus ermögliche nur ein Kreisel. Fußgänger und Radfahrer würden auch andernorts mit Kreisel-Lösungen zurechtkommen.
Dass der dritte Beteiligte in der Auseinandersetzung, das Staatliche Bauamt, einen Kreisverkehr kategorisch ausschließt und nur eine Ampel genehmigen würde, will Oberschleißheim nicht als letztes Wort hinnehmen. Statt sich gegen einander zu positionieren, möge man sich doch lieber „gemeinsam um einen Kreisel bemühen“, regte Peter Lebmeir (CSU) an. Für ihn würde als dritte Option auch eine Linksabbiegspur nach Riedmoos ohne Ampel ausreichen.
Sympathien für die Ampel-Lösung signalisierten SPD und Grüne, denen die zentralen Argumente Flächenverbrauch und Radfahrerfreundlichkeit einleuchteten. Insgesamt seien die Auswirkungen auf Oberschleißheim zu wenig berücksichtigt, bilanzierte Gisela Kranz (CSU). Ein Beschluss wurde nicht gefasst.


25.06.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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