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ORTSGESCHEHEN

Kleine Schritte gegen Geruchsbelastung

Kleine Schritte gegen Geruchsbelastung

Erste behördliche Schritte gegen die permanente Geruchsbelästigung weiter Wohngebiete hat die neue „Initiative gegen den Gestank in Oberschleißheim“ erreicht. Mit dem geplanten Tierkrematorium im Gewerbegebiet am Bruckmannring sieht die lose Gruppierung aber nun ein neues Problem auf den Ort zukommen. Gegen die Ansiedlung soll eventuell ein Bürgerbegehren gestartet werden.
Auf die Initiative der Interessengemeinschaft, die sich im Kommunalwahlkampf in dieser Form zusammengeschlossen hatte, hat das Rathaus jetzt konkret eine Firma beauftragt, die Gestanksbelästigung wissenschaftlich zu untersuchen und dabei möglichst auch zu lokalisieren. Für die geplagten Anlieger vorwiegend in den westlichen Wohnvierteln ist das Lehr- und Versuchsgut der Universität die mutmaßliche Geruchsquelle; dort aber verweist man darauf, dass zu den regelrechten „Gestankwollen“, die Oberschleißheim unregelmäßig durchziehen, noch keine Korrespondenz am Versuchsgut gefunden worden sei.
Zum zweiten Mal seit der Etablierung der Initiative gab es nun bereits eine diesbezügliche Besichtigung des Lehr- und Versuchsgutes, bei der diesmal auch dem neuen Bürgermeister Christian Kuchlbauer und Mitarbeitern der Gemeindeverwaltung die Situation dargestellt wurde. Die Ludwig-Maximilians-Universität entsendet zu diesen Besuchen der Initiative regelmäßig den Dekan der gesamten Fakultät, Joachim Braun, um die Bedeutung der Problematik zu demonstrieren.
Das Landratsamt hat mittlerweile ein Detailproblem korrigieren lassen und einen zu weit geöffneten Güllebehälter angemahnt. Im Wahlkampf hatte die Initiative ihr Problem auch den Landratskandidaten nahegebracht und der dann gewählte neue Landrat Christoph Göbel hatte der Behörde die von der Initiative formulierten Fragen weitergegeben. Auf den Erlass aus dem Landratsamt wurde am Lehr- und Versuchsgut ein alter Güllebehälter abgebaut, der oben offen war, und bei allen verbleibenden Güllebehältern die vorhandenen Öffnungen mit Blechplatten verschlossen. Jetzt gibt es in den Abdeckungen nur noch Spalte und kleine Öffnungen, durch die Rohre, Pumpen und Rührwerke eingeführt sind.
In jüngster Zeit gibt es aber wiederum starke Beschwerden, weil es nun kurz vor Sonnenaufgang sehr stark stinkt. „Wer bei offenem Fenster schläft und wach wird, ist wegen des Gestankes nun um seinen sicher wohlverdienten Schlaf beraubt“, berichtete Karl Schwärzell beim jüngsten Stammtisch der Lärmgeplagten in den Neuen Bürgerstuben.
Mit dem geplanten neuen Tierkrematorium im Gewerbegebiet am Bruckmannring befürchten Anlieger, dass hier ein neuer Geruchsquell eröffnet werde. Im Gebäude eines ehemaligen Autohandels sollen verstorbe Haustiere verbrannt werden. Der Bauausschuss des Gemeinderats hat die Ansiedlung abgelehnt, allerdings vor dem Hintergrund, dass die Prüfungen durch Bezirksregierung und Landratsamt keinerlei potentielle Beeinträchtigungen für Anlieger erbracht hatten und eine Genehmigung durch diese Behörden auch gegen den Willen des Rathauses eher wahrscheinlich werde.
„Bürger in unmittelbarer Umgebung haben kein Mitspracherecht mehr“, klagt Schwärzell für die Initiative. Nun soll wohl ein Bürgerbegehren gestartet werden. Neben Geruchs- und Feinstaubbelastungen erwarten die Betroffenen auch noch Verkehrsbelastungen und „eine ethische Zumutung“.


16.06.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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16.07.17, Betreff: Re: AW: Bitte verzeihen sie mir ihren Fehler

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