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Alter Fallschirm - neuer Flächengleitschirm

Alter Fallschirm - neuer Flächengleitschirm

Ein Fallschirmspringer über dem Flugplatz Schleißheim bei einer großen Flugschau... wo findet sich das in der aktuellen Ausstellung „Die Suche nach dem Glück – Fallschirmspringen“ in der Flugwerft? Das war zuletzt gefragt...
In der Ausstellung präsentiert wird auch das Buch "Die geflogene Vergangenheit – 75 Jahre Geschichte des Flugplatzes Schleißheim“, herausgegeben vom "Verein zur Erhaltung der historischen Flugwerft Schleißheim". Auf Seite 47 und 48 ist ein Dietrich-Gobiet DP IIa Doppeldecker abgebildet, der einen Fallschirmspringer als "Außenbordlast" über dem Schloss Schleißheim transportiert. Diese Vorführung wurde beim internationalen Flugwettbewerb im Jahr 1925 gezeigt.
Der Fallschirm galt und gilt dabei als "Luftsportgerät“. Der Fallschirmspringer ist daher ein Luftsportgeräteführer und unterliegt damit den nationalen Regularien, in Deutschland des DAeC und des DFV als Bevollmächtigte des Bundesministeriums für Verkehr. Die Bezeichnung Fallschirm traf auf die klassischen Rundkappenschirme noch zu, heute sind dies Sportgeräte und High-Tech Fluggeräte mit viel Know-How drin.
Im Jahr 1925 waren es noch vergleichsweise einfache Rundkappenschirme. Der Rundkappenschirm ist ein Schirm zum Abbremsen des freien Falls – daher Fallschirm. Der strömenden Luft wird ein maximal zu erreichender Strömungswiderstand entgegen gesetzt. Diese Urform wird auch heute noch eingesetzt – zeigt aber eine sehr geringe Steuerfähigkeit hinsichtlich Richtung und Geschwindigkeit. Der Springer wird vom Schirm dahin gebracht, wo der Schirm will und nicht der Springer.
Moderne Flächengleitschirme funktionieren vollkommen anders und sind daher auch anders aufgebaut. Der Flächengleitschirm verhält sich vielmehr wie ein aerodynamischer Flügel. Die Wölbung des Profils und die dadurch bedingten Unterschiede in den Strömungsgeschwindigkeiten erzeugen einen aerodynamischen Auftrieb. Die Flächengleitschirme erreichen daher eine Gleitzahl von ca. 1:3, ein Rundkappenschirm von 1:0.
Diese spezielle Bauform führt zu den fantastischen Flugeigenschaften, die der Flächengleitschirm nach der Entfaltung durch die einströmende Luft selbst ausformt. In der Landephase wird der Flächengleitschirm stark abgebremst und der Springer landet ohne nennenswerte Relativgeschwindigkeiten sicher und bequem.
Die Sportspringer haben daraus eine Sportdisziplin im Fallschirmsport abgeleitet – das Zielspringen auf eine vordefinierte Zielmarke. Diese muss mit dem Fuß getroffen werden, um maximale Punkte zu erzielen.
Wie groß ist eigentlich das Ziel für das Zielspringen, kann man das Ziel aus 4000 Meter Höhe sehen? In der Sonderausstellung ist ein solches Sprungziel angebracht und als rotes Sprungziel am Fußboden aufgeklebt.
Am 20.06. gibt es weitere Geschichten zur Ausstellung auf der schleissheimer-zeitung.de...


06.06.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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