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ORTSGESCHEHEN

Rechts ist da, wo der Mittelfinger ist

Die Klassifizierungen „rechts“ und „links“ als politische Richtungsetikettierungen gehen ursprünglich ganz banal auf die Sitzordnung in früheren Parlamenten zurück. Im Laufe der Zeit hat sich dieses Spektrum so verselbstständigt, dass sich nun wiederum die parlamentarischen Sitzordnungen nach der politischen Richtung „rechts“ oder „links“ orientieren. Oberschleißheim hingegen macht in der neuen Wahlperiode die Orientierungslosigkeit zum System.
Im Sitzungssaal des Gemeinderats im Rathaus sitzen die „Linken“ rechts, die nicht fixierten links, in der Mitte die „Rechten“... Die Sitzordnung, die vom neuen Hausherrn mit Tischkärtchen ausdrücklich angewiesen wurde, folgt in einem zweiten Schritt der Devise des neuen Bürgermeisters Christian Kuchlbauer, „Strukturen aufzubrechen“.
Bei der Neuverteilung der Plätze hat Kuchlbauer wie bei einem Geschicklichkeitsspiel zwei Prämissen vereint: jeder soll da sitzen, wo er bisher nicht gesessen ist, war die Anforderung a) und b) sollte jede Partei an eine Gruppierung andocken, mit der es bislang keinen Körperkontakt gegeben hat.
So beginnt das politische Hufeisen des Ratstisches nun rechts mit der „linken“ SPD, auf sie folgt die FDP. Bislang saßen die „Linken“ – richtig: links, im Anschluss die Grünen. Unmittelbar in die Augen schaut Kuchlbauer nun Gisela Kranz und Peter Lebmair von der CSU, die ihm vis-a-vis sitzt, zwischen FDP und Grünen. In der früheren Sitzordnung ging zwischen FDP und Grüne kein Blatt Papier, schon gar nicht aber die CSU, die seit der Eröffnung des Sitzungssaales stramm rechts von jedem Bürgermeister saß. An die Grünen wiederum schließen die Freien Wähler an, die als neue Linksaußen das Sitzungsrund abschließen.
Er habe „einige Zeit gebraucht“, um dieses rundum verstörende Muster zusammenzupuzzeln, erzählte Kuchlbauer. Er hat es freilich geschafft und die beiden Spielregeln a) und b) ohne Punktabzug umgesetzt. Nach dem offenen Stuhlkreis in der Konstituierenden Sitzung ist das Blöckeverschieben nun schon sein zweites diesbezügliches Statement. Viel mehr ist jetzt ohne Umbau des Rathauses wohl nicht mehr drin…


27.05.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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