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ORTSGESCHEHEN

Gemeinderat sagt Nein zum Tierkrematorium

Ungeachtet rechtlicher Bedenken hat sich der Bauausschuss des Gemeinderates demonstrativ gegen ein geplantes Tierkrematorium am Bruckmannring ausgesprochen. Auf 290 Quadratmeter Fläche soll dort in einem ehemaligen Autohandel eine Feuerbestattungsstätte für Haustiere errichtet werden.
Sämtliche in das Verfahren einbezogenen Behörden erwarten keinerlei Probleme für näherere oder entfernte Anlieger oder die Nachbarschaft. Der Gemeindeatsausschuss sieht dies hingegen komplett anders und hat mit 10:2 Stimmen sein Einvernehmen verweigert.
Ist ein Tierkrematorium für Haustiere „erheblich störend“ für die Umgebung? Diese Formulierung im Baurecht bedingt die rechtliche Würdigung der Ansiedlung. Das Bayerische Landesamt für Umwelt sieht nach Darstellung des Gemeindebauamts überhaupt keine Beeinträchtigungen.
Dieser eindeutigen Einschätzung haben sich die Bezirksregierung und das Landratsamt angeschlossen und halten folglich für das Projekt nicht mal eine im Baurecht ebenfalls angelegte Umweltverträglichkeitsprüfung für notwendig. Innerhalb eines Gewerbegebietes, als das der Bruckmannring unstrittig gewidmet ist, sei das Tierkrematorium ohne geringste Bedenken genehmigungsfähig.
Gegen die Einschätzung einer „nicht erheblichen Belästigung“ meldete Peter Benthues im Ausschuss „ganz erhebliche Bedenken“ an und gab damit den allgemeinen Stimmungstenor wieder. „Das passt nicht in dieses Gewerbegebiet“ urteilte er. An anderer Stelle des Ortes kämpfe das Rathaus gerade gegen Geruchsbelästigung, erinnerte Gisela Kranz, „und hier machen wir die nächste Geruchsquelle auf“. Peter Lemmen verwies darauf, dass eine Feuerbestattungsmöglichkeit für Haustiere bereits in München vorhanden sei, so dass die Standortwahl Oberschleißheim nicht notwendig sei.
Für das Tierkrematorium sprach sich einzig Irene Beck aus. Eine derartige Bestattungsform für Haustiere zu schaffen, sei „ein Wunsch, den man respektieren muss“, votierte sie für das Krematorium. Auch Bürgermeister Christian Kuchlbauer stimmte für die Ansiedlung, weil aus Verwaltungssicht die Rechtslage eindeutig sei, erläuterte er.
Das geplante Krematorium wird von einem Miesbacher Unternehmen betrieben und soll in dem bestehenden Gewerbegebäude eines ehemaligen Autohändlers am Bruckmannring angesiedelt werden. Das Votum des Ausschusses ist nur eine politische Stellungnahme, die baurechtliche Genehmigung wird vom Landratsamt ausgesprochen.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


26.05.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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