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ORTSGESCHEHEN

Länger als das Schloss

Länger als das Schloss

Ein neues Wahrzeichen erhält Oberschleißheim gerade. Am Südrand des historischen Flugplatzgeländes baut die Bundesrepublik ein neues Gebäude für die Fliegerstaffel Süd ihrer Bundespolizei. Wenn das Gebäude komplett fertiggestellt ist und auch nie noch heftig umstrittenen Hallen der Bayerischen Bereitschaftspolizei angedockt sind, wird die Hubschrauberstation länger als das Schloss. Bis zum Beweis des Gegenteils gehe er mal davon aus, dass die neue Anlage „das längste Hubschraubergebäude der Welt“ sein werde, erwartet Daniel Oden vom Staatlichen Bauamt München.
Mit sechs Hubschraubern und 20 Leuten ist der seinerzeitige Bundesgrenzschutz 1964 nach Oberschleißheim gezogen. Zwei historische Hallen des alten Flugplatzes wurden genutzt, später zwei weitere dazugebaut. Heute ist das Einsatzsoll 12 Hubschrauber, in der Einheit sind 130 Mitarbeiter beschäftigt. Und die beiden denkmalgeschützten Hallen können aus Sicherheitsbedenken nicht mehr genutzt werden.
Den Neubau lässt sich der Staat nun knapp 44 Millionen Euro kosten. Entstehen wird eine rund 250 Meter lange Halle in linearer Nord-Süd-Ausrichtung, die von Norden her eine Waschhalle, Stellplätze für sieben Hubschrauber (Bild unt.) und anschließend eine Wartungshalle mit Raum für weitere fünf Maschinen aufreiht. Die Hallen sind rund 14 Meter hoch, ihre Dimension ist noch auf die nächste Generation der Hubschrauber ausgerichtet, die für das Einsatzprofil der Staffel erwartbar sind. Etwa in der Mitte des Riegels ist der Tower platziert (Bild ob.), dessen oberste Etage in 17 Metern Höhe endet.
Hinter den Hallen, an der Westseite des Bebäudes sind die Büro-, Technik- und Verwaltungsräume angeordnet. Der Eingang zum Gelände, bislang von Süden her, wird auf die Höhe des Towers nach Westen verlegt, Besucherparkplätze und eine Skulptur bilden den Eingangsbereich. Am nördlichen Ende der großteils betonierten Vorflächen ist die unterirdische Betankungsanlage. Drei Kilometer Zaun als Wildschutz begrenzen das Areal.
2009 wurde mit den Baumaßnahmen begonnen. Eine der vor 50 Jahren errichteten Hallen wurde abgerissen, rund 300 Meter nördlich der neuen Anlage für der neue Start- und Landepunkt installiert. Im Mai 2012 begannen die Bauarbeiten am Gebäude. Die weiten Hallen werden von Holztragwerken gestützt, was sich als günstigste Variante errechnet habe, das längste überspannt 50 Meter. Noch heuer soll nun der Neubau fertig sein. Dann erfolgt Probebetrieb, der Umzug der Einheit und anschließend wird die jetzige Halle abgerissen. Im März 2015 soll die Fliegerstaffel vom neuen Haus aus arbeiten.
An die 250 Meter lange Halle der Bundespolizei sollen dann auch noch rund 100 Meter Hubschrauberhalle der Bayerischen Bereitschaftspolizei angestückelt werden. Dagegen hat die Gemeinde aber Klage vor dem Verwaltungsgericht eingelegt, weil man die zusätzlichen Flugbewegungen und ihren Lärm nicht hinnehmen will.


02.05.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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