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Von Häufelkönigen und Boy Groups

Von Häufelkönigen und Boy Groups

Ein 25. Gemeinderatssitz wäre an die SPD gegangen. Die Partei hat damit ein besseres Ergebnis am knappsten verpasst. Glück hatten die Freien Wähler, die mit 2109 Stimmen weniger als die CSU genau so viele Mandate im Gemeinderat erhielten. Von den 220.320 insgesamt zu vergebenden Stimmen gingen die meisten - nicht in die Urnen. In einem Gemeinderat, der Oberschleißheim ehrlich repräsentieren würde, hätten die Nichtwähler 12 Sitze.

In Prozentzahlen erreichten:
SPD 30,4 %
CSU 25,2 %
Freie Wähler 23,2 %
Grüne 16,0 %
FDP 5,1 %

Häufelkönig der Wahl 2014 ist eindeutig Markus Büchler. Der ehemalige Landtagskandidat der Grünen, dessen Wahlwerbung dadurch schon 2013 sehr präsent war, wurde vom Listenplatz 20 auf Platz vier und damit in den Gemeinderat vorgewählt. Ebenfalls bei den Grünen wurde Fritz-Gerrit Kropp von 19 auf 5 vorgehäufelt und ist damit erster Nachrücker der Partei. Bei der SPD war Florian Ziegler, die nächste Generation der scheidenden Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler, der Stimmenkönig, er rückte von 23 auf 10 vor.

Große Sprünge machten auch die "alten Hasen", die auf hinteren Listenplätzen kandidiert hatten. Peter Benthues wurde bei der CSU von 10 auf 2 vorgewählt, Hans Negele bei den Freien Wählern von 9 auf 2. Ebenfalls weit vorgewählt wurden die amtierenden CSU-Räte Rudi Batzer von 22 auf 8 und Hans Stellwag von 19 auf 9, beide schafften es damit aber zunächst nicht wieder in den Gemeinderat.

Absolut die meisten Stimmen holte Florian Spirkl (SPD) mit 3422, wobei in die individuellen Ergebnisse immer auch die unpersönlichen Stimmen für die gesamte Liste einfließen. Hier folgen Christian Kuchlbauer (Freie Wähler) mit 3308, Erich Elsner (SPD) mit 2522, Gaby Hohenberger (Grüne) mit 2499, Angelika Kühlewein (CSU) mit 2386, Ingrid Lindbüchl (Grüne) mit 2071 und Christine Fichtl-Scholl (SPD) mit 2064. Damit hat die Spitzenkandidatin der Grünen mehr Stimmen erreicht als die Listenführerin der CSU. Der "reine" Gemeinderatskandidat Erich Elsner wurde öfter gewählt als die Bürgermeisterkandidatinnen Hohenberger und Kühlewein.

Hauchdünne Entscheidungen gab es zumindest an den relevanten Kippen zwischen "drin" und "draussen" nicht. Am engsten wurde es noch bei der CSU, wo Florian Spängler, der von Startplatz 9 auf 6 vorgehäufelt wurde, mit 1133 Stimmen in den Gemeinderat einzog, Christian Reuter mit 1113 Stimmen nicht mehr.

Sollte in der Stichwahl Florian Spirkl zum Bürgermeister gewählt werden und bei der SPD dann Anke Schuster in den Gemeinderat aufrücken - dann wäre der Gemeinderat erstmals in seiner Geschichte paritätisch mit Männern und Frauen besetzt. Stand vor der Stichwahl wurden 13 Männer und elf Frauen in das Gremium gewählt. Im aktuellen Gemeinderat ist das Verhältnis 16:8.

Die stärkste Frauenquote - nach der FDP mit 100 Prozent bei nur einem Mandat - haben die Grünen mit drei Frauen bei vier Mandaten. Die CSU ist auch weiblicher geworden, nach Jahren, wo Gisela Kranz als "Alibifrau" ausharren musste, bilden die neue Fraktion drei Frauen und drei Männer. Und sogar die Freien Wähler, seit Jahren eine reine boy group, haben mit Lena Negele eine erste Gemeinderätin bekommen.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Sitze im Gemeinderat seit 1984, als das Gremium auf 24 Mandate vergrößert wurde. Der jeweilige Zusatzsitz bedeutet die Stimme des Bürgermeisters - der ist 2014 noch offen...


17.03.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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