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ORTSGESCHEHEN

'Stabile Verhältnisse für die Mieter schaffen'

Die drei Wohnblöcke am Stutenanger sind jetzt im Eigentum der „JP Oberschleißheim GmbH“, eines eigens für das neue Objekt gegründeten Gruppenunternehmens von „Jargonnant Partners“, eines international tätigen Immobilienfonds. Deren Geschäftsleitungsmitglied Thomas Probst versichert im Gespräch mit der schleissheimer-zeitung.de, sein Unternehmen erreiche "Gewinne nicht zu Lasten der Mieter".
Die Sozialcharta, die von Gemeinde und Mieterbund erstellt worden war, werde Bestandteil der neuen Mietverträge mit der „JP Oberschleißheim GmbH“. Mit ihr erhalten alle Altmieter 15 Jahre Kündigungsschutz, falls die Wohnungen in Eigentumswohnungen überführt würden. Mieter mit Schwerbehinderung oder über 60 Jahren erhalten darüberhinaus lebenslangen Kündigungsschutz. „Wir haben kein Interesse, jemanden rauszuschmeißen“, versichert Probst.
Mit einer Sanierung der maroden Blöcke soll umgehend begonnen werden, die Planer des Unternehmens sitzen bereits an den Konzepten. Die Detailarbeit wird dann erweisen, ob Haus für Haus renoviert wird oder an allen drei Blöcken gleichzeitig begonnen. Vom Tisch ist laut Probst jedenfalls das Szenario, dass für eine Sanierung Mieter umgesiedelt werden müssten. Im schlimmsten Fall könnte Mieter von Wohnungen mit höchstem Sanierungsbedarf für ein paar Tage ausweichen müssen; hierzu werde man leere Wohnungen voll ausstatten, damit sie als Depandance im gleichen Haus genutzt werden können.
Von der energetischen Verbesserung über die Haustechnik bis zur Neugestaltung der Fassade will man „das Komplettprogramm" umsetzen. Ein Investitionsbedarf von bis zu 30 Millionen Euro stand zunächst im Raum, er beziffert die geplante Summe nun auf etwa 20 Millionen Euro. Veranschlagt ist eine Sanierungsdauer von rund zwei Jahren. Erreicht werden sollen damit „stabile Häuser, die man die nächsten 50 Jahre angenehmen bewohnen kann".
Derzeit seien „die momentanen Zustände nicht erträglich", gibt Probst die Eindrücke von der Mieterversammlung wieder. Auch den hohen Leerstand bewertet er als zwangsläufig: „Diese Wohnungen sind nicht bewohnbar." Teilweise würden derzeit irgendwelche Gestalten in leeren Ecken der Blöcke hausen. Zuallererst will der neue Eigentümer nun mal Sicherheitsdienste patrouillieren lassen. „Das wichtigste ist jetzt, für die Mieter für Stabilität zu sorgen", betont Probst.
„Jargonnant Partners" verfolge nach seiner Darstellung das Geschäftsmodell, „Häuser, die Probleme haben", wie er es feinsinnig umschreibt, „attraktiv zu erwerben", zu sanieren und dann unter akzeptabelen Standards weiter zu verwerten. Aus der Spanne zwischen dem „attraktiven Erwerb" der Problemimmobilien und der erzielten Nutzung schöpfe „Jargonnant Partners" seine Rendite. Ob die Wohnungen am Stutenanger als Eigentumswohnungen veräußert werden sollen, sei noch nicht abschließend entschieden, erst müsse das Sanierungsergebnis abgewartet werden.


02.03.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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