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Sprachkenntnisse schnell verbessern

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Flüchtlinge und Asylbewerber in Bayern willkommen zu heißen, ist der Ansatz der Grünen im Umgang mit der Flüchtlingsproblematik. Ihre Sicht und Fakten zur Thematik stellten der Landratskandidat der Partei, Christoph Nadler, und Bürgermeisterkandidatin Gaby Hohenberger am Dienstag vor rund 50 Zuhörern in der Gaststätte „Zum Phönix“ vor.
Nadler attestierte dabei Oberschleißheim, wo derzeit rund 70 Asylbewerber in der Jugendbegegungsstätte am Flugplatzgelände leben, eine „sehr gute Willkomenskultur“ und Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD) großes Engagement. Im Kreistag hätten die Grünen vielfältige Initiativen zu einem menschenwürdigen Umgang durchgesetzt wie Zuschüsse für Sprachkurse, die Verfügbarkeit von Sozialtickets oder das Bemühen um dezentrale Unterbringung und qualifizierte Ansprechpartner am Ort.
Der Landratskandidat und Jürgen Soyer, Geschäftsführer des gemeinnützigen Vereins „Refugio“ (www.refugio-muenchen.de), präsentierten Fakten zur Asylpolitik, zu der üblicherweise „eine völlig falsche Wahrnehmung“ herrsche, wie Soyer schilderte. Gerade rund 100.000 Menschen würden jährlich auf der Flucht in Deutschland mit einer Bevölkerung von 82 Millionen Menschen anlangen, 80 Prozent davon seien Frauen und Kinder.
In den strengen Asylverfahren würden im Schnitt 35 Prozent Asyl gewährt, 38 Prozent würden abgeschoben und 37 Prozent der Fälle „erledigten“ sich durch Heirat, illegalen Aufenthalt oder Rückkehr. Die Wahrnehmung, dass Deutschland das „Lieblingsziel“ von Flüchtlingen sei, bezeichnete Soyer als Märchen. Statistische Befragungen hätten ergeben, dass andere Staaten, speziell arabische, deutlich höher im Kurs stünden. Flüchtline würden je nach Herkunftsland auf 23 bundesweite Anlaufstellen verteilt; München sei etwa zuständig für alle Flüchtlinge aus dem Kongo.
15 Flüchtlinge aus der Jugendbegegnungsstätte besuchten ebenfalls die Versammlung; für sie wurden die Vorträge simultan in englisch und französisch übersetzt. Genau dies sei ihr größtes Problem, schilderten sie, die Sprachbarriere. Nach ihren Aussagen würden sie gerne besser deutsch lerne, um sich vielfältiger am Ort integrieren zu können.
„Refugio“ engagiert sich unter anderem in der psychologischen Betreuung der Menschen, die oft in ihrer Heimat oder auf der Flucht extrem Leid und Gefahren ausgesetzt gewesen seien. Hohenberger versprach, sich um eine unkomplizierte Installation von Deutschkursen zu bemühen, die von den Landkreiszuschüssen finanziert werden könnten. Die Evangelische Kirche hatte bereits im Vorfeld signalisiert, Räume für Kurse zur Verfügung zu stellen.


30.01.2014    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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