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ORTSGESCHEHEN

Köbele nicht für den Gemeinderat nominiert

Nach zweieinhalb Bürgermeisterbewerbungen und 18 Jahren im Gemeinderat ist die kommunalpolitische Karriere von Emil Köbele aprupt zu Ende. Nach offenbar massiven internen Querelen steht er nicht wieder auf der Kandidatenliste der Freien Wähler. Er sagte, er sei über seine Gruppierung „maßlos enttäuscht“.
Offenbar war Köbele, einer von drei amtierenden Gemeinderäten der Gruppierung, im internen Vorschlag für die Kandidatenliste auf Platz 10 gesetzt worden. Man habe nie mit ihm gesprochen, sondern ihm diese Platzierung mitgeteilt, sagte er. „So sieht die Wertschätzung für meine Person aus?“, wunderte er sich.
Listenführer Christian Kuchlbauer, dem als Bürgermeisterkandidat üblicherweise große Einflußmöglichkeit zukommt, sagt dagegen, man habe den ebenfalls im Gemeinderat aktiven Hans Negele auf Platz 9 und Köbele auf Platz 10 setzen wollen, als „gute Leute, die von hinten Stimmen ziehen“. Die beiden altgedienten Gemeinderäte seien für die Liste „zwei Zugpferde“. Der dritte amtierende Gemeinderat, Ortsvorsitzender Hans Hirschfeld, ist auf Platz 2 gesetzt.
Während er nur seine Enttäuschung signalisiert habe, so Köbele, sei ihm in der Folge vorgeworfen worden, dass er vehement einen besseren Platz einfordere, und er sei via Mails „verunglimpft worden“. Auch seine Ehefrau Birgit, die sich für einen hinteren Listenplatz zur Verfügung stellen wollte, „um den Freien Wählern zu helfen“, sei kommentarlos nicht berücksichtigt worden.
Köbele sieht sich rückblickend seit einigen Monaten auf der „Abschussliste“, seit er als Pressesprecher der Gruppierung bei Speklulationen um einen Bürgermeisterkandidaten Kuchlbauer stets darauf verwiesen habe, dass noch kein Bewerber nominiert sei. Und bei der geheimen Nominierung ihres Kandidaten war Köbele dann auch gegen Kuchlbauer angetreten.
Er habe dies nicht beabsichtigt, schildert der 63jährige, der bereits 2002 für die CSU und 2008 für die Freien Wähler als Bürgermeister kandidiert hatte. Aber er habe immer mehr festgestellt, „dass Kuchlbauer nicht der richtige Kandidat für mich ist“ und habe dann bei der Nominierung „just for fun kandidiert“. Kuchlbauer will hingegen absolut keine Mißstimmungen gelten lassen, er habe „nichts Großartiges mitbekommen“.
Wie es nun zum endgültigen Bruch kam, dazu gibt es konkurrierende Versionen. Köbele sagt, ihm sei eingangs der Woche per Brief mitgeteilt worden, dass er nun komplett von der Liste genommen sei. Damit seien für ihn die Freien Wähler abgehakt gewesen.
Kuchlbauer sagt, von einem derartigen Brief wisse er nichts. Köbele sei bis zum Tag der Nominierungsversammlung auf Platz 10 gesetzt gewesen. Dann habe er aber seinen Rückzug von der Liste mitgeteilt, dem man kurzfristig entsprochen habe. In der Mitteilung der Freien Wähler zu ihrer Liste steht folglich, Köbele habe sich „überraschend“ und „aus privaten Gründen“ zurückgezogen, was man „sehr bedauere“.
Köbele wird damit aus dem Gemeinderat ausscheiden, denn die Bildung einer eigenen Wahlliste oder im Verlauf der Auseinandersetzung der Wechsel auf eine andere bestehende Liste komme für ihn nicht in Frage: „So was tu ich nicht“. Köbele war als Ortsvorsitzender und Bürgermeisterkandidat der CSU 2002 aus der Partei ausgetreten und hatte sich für die Wahl 2008 den Freien Wählern angeschlossen, für die er wieder als Bürgermeisterkandidat startete.


20.12.2013    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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