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ORTSGESCHEHEN

Flaniermeile statt Asphaltschlucht

Die Fuß- und Radwegunterführung zwischen Feierabend- und Blumenstraße soll von der abschreckenden Asphaltsschlucht zur einladenden Flaniermeile umgebaut werden. Ansprechende Gestaltung, mehr Licht und eine offenere Verkehrsführung sollen den Durchgang zwischen Alt-Schleißheim und Parksiedlung aufwerten. Fast eine halbe Million Euro wollen Bezirksregierung und Gemeinde in das Projekt im Rahmen der "Sozialen Stadt" stecken.
Schon beim Kinder-Forum zum Auftakt des Städtebauförderungsprojekts war die Unterführung als "Gruselort" ausgemacht worden, mit dem die Kinder vorwiegend negative Gefühle und Eindrücke verbinden. Eine Graffiti-Aktion zur Aufhübschung der Unterführung, die in den 1970er Jahren rein funktional gestaltet worden war, war ein erster Schritt.
Jetzt werden die beiden Rampen, die auf der Ostseite, von der Blumenstraße her, in den Tunnel führen, komplett umgestaltet. Die steilen Treppen von Norden her werden ebenso geschleift wie die Steilkurve von Süden; beide Zugänge erhalten nur noch minimale Neigung und sind somit für Rollstuhl, Kinderwagen und Rollator komfortabel.
Mit einer abwechslungsreichen Einfassung aus Stützelementen und Gabionen, noch gestaltet durch attraktive Lichteffekte, soll der Einstieg in den Tunnel völlig anderen Charakter erhalten. Der Durchgang selbst erhält dreimal so starkes Licht wie bislang.
Der Haken an dieser Neuerung ist, dass die Verkehrsführung nun ungleich komplizierter wird. Mit der Entfernung der Treppe auf der Ostseite treffen am Tunnelausgang nun drei Verkehrsstränge zusammen, und das in einem Raum, den sich Fußgänger und Radfahrer teilen. Bereits zum dritten Mal hat der Bauausschuss des Gemeinderates nun rund eine Stunde über diese Sicherheitsproblematik debattiert.
Die grundsätzliche Tendenz ist es, durch möglichst wenig Eingriffe die Selbstverantwortung der Radler und Fußgänger anzuregen. Der "Kreuzungsraum" vor der Unterführung wird aufgeweitet. Lediglich mit zwei Ausbuchtungen am Ausgang der Unterführung soll verhindert werden, dass es zu Zusammenstößen in diesem "toten Winkel" kommen kann.
Einigen im Ausschuss ist diese Reduktion der Eingriffe allerdings deutlich zu wenig. Nach den vorhergehenden Beratungen im Ausschuss sei das nun mit der Regierung abgestimmte Ergebnis der "worst case", kritisierte Thomas Guldenkirch, "die Planung ist nicht gelungen". Absolute Sicherheit sei eben nicht zu erlangen, hielt Casimir Katz dagegen: "Wenn wir 100 Prozent Sicherheit fordern, müssen wir das gesamte Radfahren in Oberschleißheim verbieten und das Autofahren noch dazu." Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler bezeichnete es als wesentliches Resultat, "dass wir eine schöne Unterführung kriegen". Stelle sich die Verkehrssicherheit wider Erwarten als problematisch heraus, könne man nachbessern.
Nach einmal mehr intensiver Debatte verständigte man sich darauf, von Anfang an noch zwei weitere mobile Elemente aufzustellen, die zusätzlich Geschwindigkeit aus dem Radfahrverkehr auf den abschüssigen Ebenen rausnehmen sollen.


17.12.2013    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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