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ORTSGESCHEHEN

'Vernetzung von Ökononomie, Ökologie und Sozialem'

Ziel jeder gemeinschaftlichem Betätigung sollte schon nach Auffassung antiker Denker das Glück des einzelnen Bürgers sein. Weniger sollte auch in Oberschleißheim nicht angestrebt werden, findet Gaby Hohenberger, die diese Ansprüche künftig als Bürgermeisterin umsetzen möchte. Bündnis 90/Die Grünen nominierten die 54jährige Kulturmanagerin des Ortes am Donnerstag einmütig zu ihrer Bürgermeisterkandidatin.
Sie strebe für Oberschleißheim „eine Vernetzung von Ökonomie, Ökologie und sozialen Ansprüchen an“, umriss Hohenberger ihre Ziele. „Und das alles mit Mitte und Maß“, führte sie ihre obige Anleihe bei Aristoteles fort.
Hohenberger hat bereits exakt vor 20 Jahren für die Grünen als Bürgermeisterin kandidiert, 1994, bei der vierten und letzten Wiederwahl von Hermann Schmid (CSU). Die zweifache Mutter ist am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit beschäftigt. Außer ihrer Lehre als biologisch-technische Assistentin hat Hohenberger auch ein Politikstudium absolviert und eine Ausbildung als Kulturmanagerin.
Geboren im Westerwald, ist Hohenberger 1979 nach München gezogen, ohne äußere Einflüsse, sondern aus purer Liebe zu Bayern. Mit ihrer Behörde siedelte sie 1981 nach Oberschleißheim rum und lebt seither hier. „Genügt das allmählich, um als einheimisch zu gelten?“, fragte sie bei ihrer Nominierung in die Runde.
1991 bis 96 gehörte sie bereits für die Grünen dem Gemeinderat an. Nach dem Amtsantritt von Bürgermeisterin Ziegler (SPD) baute sie 1998 das damals neue Kulturprogramm der Gemeinde „von der Pike her“ auf und gestaltet und leitet es seither. Als Bürgermeisterin wolle sie „alle Energie in die Bewahrung von Oberschleißheim als lebendige und liebenswerte Heimat, aber auch als fortschrittliche und wirtschaftlich leistungsfähige Gemeinde einbringen“, definierte sie ihr Wahlkampfmotto.
An der Spitze ihrer Schwerpunkte nannte sie Energiefragen. Schon in ihrer Gemeinderatszeit vor über 15 Jahren habe sie alternative Energieprogramme, ein damals noch nicht alltägliches Blockheizkraftwerk, für die Neubausiedlung am Moosweg gefordert, damals erfolglos. Von der Einführung von E-Bikes für die Gemeindeverwaltung oder den Aufbau einer Elektrotankstelle bis zur mittelfristigen Wiedergewinnung der kommunalen Hoheit in der Energieversorgung sieht sie hier jede Menge Ansatzpunkte.
In der Ortsentwicklung müsse der Bürgerplatz stärker als in der bisherigen Planung „lebendig und attraktiv als Kommunikationsinsel ausgebaut werden“. Zur „Verbesserung des Lebensgefühls“ in Oberschleißheim schlägt sie viele grüne Ansätze vor, etwa die Ansiedlung von Nutzgärten auf öffentlichen Grünflächen. Auch der bisherige Volksfestplatz könne als Naherholungsort umgestaltet werden, als Naturgarten mit Kommunikationswert.
Wichtige Forderung müsse ein zweiter S-Bahn-Haltepunkt für den Ausbau der Tierärztlichen Universität sein. Überhaupt müsse der öffentliche Personennahverkehr ausgebaut und das Radwegekonzept der Gemeinde konsequent umgesetzt werden.
Anstelle des jüngst im Bürgerentscheid abgelehnten Gewerbegebietes müsse entlang der Autobahn A92 aufgeforstet werden. Gezielte Wirtschaftsförderung und effektives Leerstandsmanagement wären für Hohenberger bessere Schwerpunkte einer Gewerbeentwicklung als das abgelehnte Gewerbegebiet auf der „grünen Wiese“.
Ein unbedingtes Bekenntnis legte sie zur Vielfalt der Vereine in Oberschleißheim ab. „Diese kulturelle Vielfalt muss erhalten und ausgebaut werden“, sagte sie. Für sie wäre transparentere Politik im Rathaus Pflicht, „die Bürgermeinung wird grundsätzlich eingeholt“. In der Summe nahm sie für sich „ein kreatives Programm“ in Anspruch.
Hohenberger ist nach Florian Spirkl (SPD/FDP), Angelika Kühlewein (CSU) und Christian Kuchlbauer (Freie Wähler) die vierte Kandidatin im Oberschleißheimer Bürgermeisterrennen. Weitere Bewerber um die Nachfolge von Elisabeth Ziegler sind nun nicht mehr zu erwarten.

Nach der einstimmigen Nominierung gratulierten die Grünen mit Blumen ihrer Kandidatin Gaby Hohenberger (re. stehend, in grün)


24.10.2013    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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