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ORTSGESCHEHEN

Sonderweg bestätigt

zum Bürgerentscheid Gewerbegebiet:

Umringt von den Gewerbemolochen München, Dachau, Unterschleißheim und Garching, ist der Bedarf an neuen Arbeitsplätzen nicht wirklich ein Problem, das Oberschleißheim umtreiben würde. Ein Bürgerbegehren für einen besseren Radlweg zu den Garchinger Gewerbezentren oder einen Bus zum Helmholtz-Zentrum hätte da wohl größere Erfolgsaussichten gehabt als für ein neues Gewerbegebiet auf der „grünen Wiese“.
Und die Gier nach sprudelnden Gewerbesteuern konnte aus dem Stand auch nicht so recht glaubwürdig entfacht werden – nachdem 18 Jahre lang zum Stolz der Ortspolitik gehört hatte, mit wenig meisterhaft auszukommen.
Der Bürgerentscheid am Sonntag hat belegt, dass der Oberschleißheimer Sonderweg, den Ort durch relative Wohnqualität, verschwenderische Freiflächen und Erholungswert zu definieren, kein Versäumnis der vergangenen 30 Jahre Ortspolitik war, sondern der ausdrückliche Wille der Oberschleißheimer!
Für SPD und FDP ist das Ergebnis eine satte Watschn, für ihren Bürgermeisterkandidaten Florian Spirkl ein kapitaler Fehlstart. Die Genossen werden jetzt rudern müssen, dass die Bindung an den Rohrkrepierer Gewerbegebiet im Kommunalwahlkampf nicht ihre Verdienste von 18 Jahren Gestaltungsmehrheit im Rathaus überdeckt.
Die CSU, die nach den Bundes- und Landtagswahlen ohnehin vor Kraft kaum mehr laufen kann, wird die Welle eines lang vermissten Erfolgserlebnisses am Ort nutzen und unverzüglich ihre Bürgermeisterkandidatin nominieren, auf dass sie auf dieser Erfolgswoge bis ins Rathaus getragen werde.
Aber auch CSU und Freie Wähler können sich mal fragen, was angesichts des Ergebnisses vom Sonntag ihr Beharren auf großflächige Gewerbegebiete in der Vergangenheit zu ihren schlechten Wahlergebnissen der vergangenen Jahre beigetragen haben könnte…
Die Grünen haben ihren Widerstand gegen Gewerbebrei über die Jahre bis zu dieser Frage als einzige konsequent durchgehalten und vertreten damit offenbar am authentischten das Schleißheimer Gefühl. Ihr Alternativansatz, die Leerstände in Gewerbegebäuden am Ort offensiv und kreativ zu vermarkten, sollte für den/die neue(n) Bürgermeister(in) das Gebot der Stunde sein.
Oberschleißheim aber bleibt, wie es ist.


22.09.2013    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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