. .
Raiffeisenbank OberschleißheimBaugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim
Facebook
KommunikationsDesign Pichler & Treffer
PR-Büro Bachhuber
slius-design - Werkstatt für Webdesign und Grafik
Ihre Gemeindebücherei
ORTSGESCHEHEN

Tierärztliche Uni soll komplett nach Schleißheim

Die Tierärztliche Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität will komplett aus München auf den Veterinäranger in Oberschleißheim umziehen. Bislang war lediglich geplant, die Tierkliniken auszulagern, der Kern des Wissenschaftlichen Geschehens mit der gesamten studentischen Infrastruktur sollte aber die mehrhundertjährige Tradition der Tierärzte am Englischen Garten bewahren. Doch nach einigen Jahren in dieser Zwitterkonstruktion sehen dies Tiermediziner das nicht mehr als praktikabel an.
Oberschleißheim wäre damit Standort einer von nur fünf universitären Fakultäten der Tiermedizin in Deutschland, die einzige in Süddeutschland. Für die geplante Teilauslagerung hat die LMU bereits für 12 Hektar Baurecht am Veterinäranger, für die komplette Verlagerung werden nochmal 12 weitere Hektar benötigt. Das benötigte Gelände ist komplett im staatlichen Besitz und wird derzeit als landwirtschaftliche Fläche des Lehr- und Versuchsgutes genutzt.
Mit den vorsintflutlichen Bauten in München und der Aufsplitterung auf zwei Standorte habe die Fakultät „erhebliche Wettbewerbsnachteile“, schildert Christoph Mülke, LMU-Vizepräsident für den Bereich der Wirtschafts- und Personalverwaltung. Eine Konzentration in Oberschleißheim und dann lauter hochmoderne Anlagen, das sei hingegen „ein Pfund, mit dem man als Uni wuchern kann“.
Dekan Joachim Braun hält es geradezu für „lebenswichtig, dass mal was von Grund auf neu wird“. Die modernen Kliniken in Oberschleißheim seien bereits jetzt die absoluten Favoriten der Studierenden. 23 Lehrstühle und die komplette Infrastruktur für 1400 Studierende von Mensa bis Kindergarten müssen dann nach Schleißheim. Das nächste konkrete Projekt, für das bestehendes Baurecht noch ausreicht, soll im Sinne der Totalverlagerung bereits der erste Hörsaal in Oberschleißheim werden, mit Cafeteria und Werkstatt für geplante Kosten von 6,5 Millionen Euro. Entstehen wird er zwischen Geflügel- und Klauentierklinik.
Neben der kompletten Zentralisierung der eigenen Anlagen wäre für die Uni auch die Nähe zum Landesamt für Lebensmittelsicherheit ein wertvoller Synergieeffekt. Die unmittelbare Vereinigung des Campus mit seinem Lehr- und Versuchsgut wäre ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in der tiermedizinischen Forschung und Lehre.
Seit Herbst 2012 ist der Gemeinderat informiert über die massiven Pläne, hält diese allerdings noch strikt geheim – eine rechtliche Begründung dafür ist schwer denkbar. Die LMU jedenfalls hat keinerlei Interesse an der Geheimhaltung. Für den Mega-Campus ist bereits ein Gestaltungswettbewerb ausgeschrieben, am 10./11. Oktober tagt bereits das Preisgericht.
Die benötigten Flächen der LMU sind im gültigen Flächennutzungsplan als Gewerbegebiet gewidmet. Die geplante Gewerbegebietsausweisung an der Autobahn A92, über die am 22.09. ein Bürgerentscheid stattfindet, wäre die Kompensation für die Aufgabe dieser Gewerbeflächen an der Sonnenstraße. In einer geheimen Zielvereinbarung hatten Rathaus und Uni fixiert, das geplante Gewerbegebiet an der Sonnenstraße der Uni zuzuschlagen und dafür aus der universitären Verfügungsmasse ein Gelände an der Autobahn A92 als Gewerbegebiet auszuweisen.


06.09.2013    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

Schleissheimer Advent
rk medien - Ihr richtig kreativer Drucker
WetterOnline
Das Wetter für
Oberschleißheim