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ORTSGESCHEHEN

Wir planen ein Gewerbegebiet....

Zur Ouvertüre des Kommunalwahlkampfes 2014, bei dem es um nicht weniger als einen neuen Bürgermeister geht, setzt die SPD ein zentrales Thema – und knüpft sich an die Forderung nach einem Gewerbegebiet. Das ist schon mehr als bizarr, sind doch die Genossen in nunmehr 18 Jahren als Bürgermeisterpartei und mit durchgängiger Mehrheit im Gemeinderat nicht unbedingt als Schöpfer von Gewerbegebieten auffällig geworden.
Anno 2013 aber zu erkennen, dass die Welt ein neues Gewerbegebiet im Großraum München braucht – das ist eine erklärungsbedürftige Sicht. Natürlich soll die geplante Ansiedlung an der Autobahn A92 absolut „hochwertigem“ Gewerbe vorbehalten bleiben, heißt es im Antragstext von SPD und FDP ausdrücklich. Hochwertig heißt: es soll nur hoch qualifizierte Arbeitsplätze geben und die in großer Zahl, die Betriebe sollen absolut umweltverträglich arbeiten und das Gewerbesteueraufkommen soll immens sein.
Die Betriebe, die diese Schlüsselqualifikationen auf sich vereinen, werden dankbar sein, dass Oberschleißheim als erste Gemeinde der Welt auf die Idee kommt, ihnen einen Standort zu bieten, denn die bereits ausgewiesenen Quadratmeilen ungenutzter Gewerbeflächen und die nach Dutzenden zählenden leer stehenden Gewerbehallen im Großraum München waren offenbar nicht tauglich.
Diese Betriebe warten auf Oberschleißheim!
Diese Gemeinde hat ja auch bereits bei der Ausweisung des Gewerbegebiets an der südlichen Sonnenstraße vor wenigen Jahren bewiesen, wie sie „hochwertig“ kann. Dort bieten nun „Aldi“ und „Lidl“ höchst qualifizierte Arbeitsplätze und ortsverbundene Betriebe wie „Takko“ und „Roßmann“ fluten mit ihren Steuern die Gemeindekasse und beleben das Gewerbe im Ort.
Dass die Flächen des potentiellen Gewerbegebiets dem Freistaat Bayern gehören, macht es sicher noch einfacher, denn wenn es um Reibach für Staatsgrund geht, nimmt München ganz sicher auf die ästhetischen Befindlichkeiten des Oberschleißheimer Gemeinderates Rücksicht; auch diese Rücksichtnahme ist vielfach belegt.
Noch viel interessanter als die Gewerbegebietsidee ist freilich das "Kleingedruckte". Weil es mittlerweile nicht mehr zulässig ist, Gewerbegebiete in die reine Prärie zu pflanzen, ist eine unmittelbare Anbindung an Siedlungsgebiet gefordert. Damit würde das Gewerbegebiet an der A92 bedingen, dass der Ort zwischen dem jetzigen westlichen Ortsrand und der A92 zusammenwächst. Und das erfordert mehr als eine Reihenhauszeile...
Die Frontlinien sind jetzt schon mehr als verzwickt, weswegen sich die Parteiungen auf der schleissheimer-zeitung.de schon massiv in Stellung bringen und den Erklärungsbedarf bedienen. Die SPD, mit neuem ständigen Juniorpartner FDP, die seit Jahren Gewerbeausweisungen bekämpft, vertritt ein Gewerbegebiet und das Ratsbegehren darüber, die CSU, die seit Jahren Gewerbeausweisungen fordert, lehnt dieses Gewerbegebiet ab und das dazugehörige Ratsbegehren auch, will aber ein eigenes Bürgerbegehren dazu und andere Gewerbegebiete sowieso, die Grünen lehnen jegliche Gewerbegebietsausweisung ab, befürworten aber das Ratsbegehren und die Freien Wähler wollen alle Gewerbegebiete, aber anders, und das Ratsbegehren auch anders und lehnen daher beides ab.
Das könnte ein interessanter Wahlkampf werden...
 
(hierzu sind Lesermails eingegangen)


27.06.2013    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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