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Lesermail zum Artikel: 'Landratsamt schluckt Abweichung, Rathaus nicht'

Werte Damen und Herren vom Bauausschuss,
als direkte Nachbarn des betroffenen Doppelhauses müssen auch wir hier an dieser Stelle unser Bedauern bezüglich ihrer Entscheidung kundtun. Sicherlich ist es nicht zu dulden, dass entgegen des bestehenden Bebauungsplans zu hoch gebaut wird. Einverstanden.
Dann aber einen Rückbau anzuordnen, der, wenn man mal selbst gesehen hat, wie das Haus aufgebaut ist, technisch nur schwerstens umzusetzen wäre und in jedem Falle nicht angemessen ist, ist wiederum ein Detail.
Nun hat das Landratsamt die Situation gebilligt, trotzdem beschließt wiederum der Bauausschuss, am gefassten Beschluss festzuhalten. Das können wir nicht mehr nachvollziehen.
Hier berücksichtigt wirklich niemand die Konsequenzen für die Betroffenen.
1. die Bauherren, die zu hoch gebaut haben, bzw. die ausführenden Firmen. Wir selber haben mit dem gleichen Generalübernehmer gebaut, in Konsequenz die gleichen Handwerker beschäftigt, auch nicht nachgemessen, ob die tatsächliche Höhe des Hauses eingehalten wurde. Hatten also scheinbar Glück.
Tatsache ist, dass der Nutzwert des Hauses deutlich ruiniert ist, wenn es zurück gebaut werden sollte, weil sich die 13 cm tatsächlich in den Deckenstärken niederschlagen, somit im Wohnraum nicht wirksam werden. Bei dem Rückbau wäre z.B. die Dusche im DG kaum mehr nutzbar.
2. die zukünftigen Nachbarn. Die beiden wollten schon im April mit dem Bau ihres Fertighauses beginnen. So war die Finanzierung ausgelegt und jegliche andere Planung. Jetzt ist Weihnachten und es steht gerade mal der Keller, weil aufgrund der mangelnden Planungssicherheit weiter nichts geschehen konnte und für unser Verständnis ist noch immer nicht klar, was jetzt entschieden ist.
Wieso kann sich eigentlich eine Gemeinde einer Entscheidung des Landratsamtes widersetzen, wo doch auch ansonsten für Abweichungen vom Bebauungsplan das Landratsamt scheinbar die finale Entscheidungsgewalt hat? Wenn die Gemeinde immer das LRA überstimmen kann, dann war die Zeit, die hier verstrichen ist, vermeidbar, wenn die Aussage des LRA nicht eine Veränderung des Votums herbeiführt.
Aber auch hier die Frage: Wer vom Bauausschuss hat eigentlich schon selbst gebaut? Und ist sich der Konsequenzen für die beiden bewusst? Hier werden Bauherren menschlich und finanziell dafür bestraft, dass bei ihren zukünftigen Nachbarn etwas schief gelaufen ist und das völlig schuldfrei. Das ist der eigentliche Skandal und wiegt für uns mittlerweile viel schwerer als die dreizehn Zentimeter.
3. die anderen Nachbarn. An der Stelle möchten wir gerne einladen, dass sich vielleicht auch andere Bewohner der Klosterwiese äußern. Wir sind der Meinung, dass die unterschiedliche Höhe der bis jetzt gebauten Häuser keiner sieht. Aber wenn jetzt nicht höhengleich an das halbe Doppelhaus drangebaut wird, also da zwei DHHs Rücken an Rücken mit unterschiedlich hohen Dächern stehen, dann schaut das richtig bescheiden aus. Zumal dieses Haus dasjenige ist, das am dominantesten am Quartiersplatz zur Geltung kommt, da jeder, der in die Klosterwiese fährt, quasi auf dieses Haus zufährt.
Abschließend bleibt festzustellen:
1. richtig ist, Pläne sind einzuhalten und Abweichungen gehören geahndet.
2. hier werden junge Bauherren bestraft, die nichts falsch gemacht haben.
3. hätte der Bauausschuss hier mehr Fingerspitzengefühl bewiesen, z.B. ein Bußgeld verhängt und dem höhengleichen Anbau zugestimmt, dann wäre aus unserer Sicht der Gerechtigkeit Genüge getan.
4. mittlerweile hat diese Geschichte schon bald die Reife für die Serie "das allerletzte" in der Sendung WISO im ZDF oder andere...
Frau Ziegler: Können Sie hier nicht nochmals auf den Bauausschuss einwirken und einen veränderten Beschluss finden? Sie waren ja scheinbar eine der vier, die sich dem Entscheid des LRA angeschlossen haben.
Final geht es um Menschen, die sich hier in Oberschleißheim heimisch und wohl fühlen wollen.
Frohe Weihnachten.
Tobias und Isabelle Herbst
 
(weitere Lesermails)


23.12.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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