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Lesermail zum Artikel: 'Landratsamt schluckt Abweichung, Rathaus nicht'

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mit großem Interesse Ihren oben genannten Artikel gelesen. Wir sind die Bauherren, von denen in Ihrem Artikel die Rede ist und deren Bauantrag vom Bauauschuss Oberschleißheim nun letztendlich doch abgelehnt wurde.
Wir konnten den Beschluss vom 24.11.12 nicht fassen. Wir haben bis zum Schluss an einen guten Ausgang gehofft. Doch nun wurden wir, die sich an alle baulichen Vorschriften gehalten haben, am meisten bestraft.
Seit über 6 Monaten kämpfen wir gemeinsam mit unseren Nachbarn um eine gütliche Einigung und einen fairen Beschluss für alle Beteiligten. Einen Beschluss, der nach gesundem Menschenverstand gefasst wird und nicht auf Basis von gekränkten Eitelkeiten.
Keiner der Beteiligten hat absichtlich gegen die Bauverordnung verstoßen und keiner zieht aus 13 cm Differenz einen räumlichen Vorteil. Dass Fehler während eines Baus geschehen können, sieht man spätestens an öffentlichen Bauprojekten wie dem Berliner Flughafen oder dem Stuttgarter Hauptbahnhof.
Nach unserem Empfinden war der Bauauschuss Oberschleißheim von Anfang an nicht objektiv in der Beurteilung des Falls, sondern reagierte gekränkt und beleidigt, dass sich jemand gegen ihre Vorgaben widersetzt hat. Dass es hier um Existenzen und Schicksale von Familien geht, interessierte nicht. Dagegen wurde im ersten Bauschuss zu diesem Vorfall gesagt: „Wir haben schon ganze andere Häuser zurückbauen lassen“.
Das Landratsamt München reagierte dagegen für eine Behörde angemessen. Man prüfte den Vorfall objektiv und sachgemäß, erkannte die Ursachen für die Abweichungen und entschied entgegen der Baubehörde Oberschleißheim, dass ein Rückbau des Doppelhauses unverhältnismäßig wäre und man eine Duldung aussprechen würde.
Anfangs stellte uns Oberschleißheim noch die Möglichkeit in Aussicht, sollte das LRA München eine Duldung für unsere Nachbarn aussprechen, dürften wir mit unserem Doppelhaus auch profilgleich anbauen, um das Ortsbild zu wahren. Von dieser Option wollte Oberschleißheim nach dem Urteil des LRA nichts mehr wissen. Unser Bauantrag auf einen profilgleichen Anbau wurde am 24.11.12 knallhart mit 8:2 Stimmen abgelehnt.
Herr Negele war unserer Meinung der Einzige im Bauauschuss, der wusste, worüber er bei dem Bauantrag abstimmt: Nämlich über die Zukunft unseres Bauvorhabens und nicht über das unserer Nachbarn. Bei allen anderen Mitgliedern verspürten wir Wut über das Urteil vom LRA und den Willen hier ein Zeichen zu setzen: „WIR sind mit dem Urteil nicht einverstanden und deshalb sind wir auch gegen den Bauantrag von Fam. Heyde/Steinke.“
Nach dem Urteil haben wir enttäuscht den Saal verlassen. Jede Hoffnung auf ein profilgleiches und somit schönes Haus waren dahin. Wir müssen uns jetzt mit einer Stufe im Dach abfinden und sind somit die Leidtragenen. Ein Mitglied des Bauauschusses folgte uns nach draußen und erkannte unsere Enttäuschung. Er versuchte uns klar zu machen, dass man hätte so abstimmen müssen, um keinen Präzedenzfall zu schaffen, auf den sich zukünftige Bauherren hätten stützen können. - Einem muss hier eben der „schwarzen Peter“ zugeschoben werden, damit die Behörde sich weiteren „Ärger“ erspart. Ganz im Sinne ihrer Bürger natürlich.
Wir sind als zukünftige neue Bürger Oberschleißheims beeindruckt von so viel Fachkompetenz und Nächstenliebe unserer repräsentativen Vertreter im Gemeinderat und bedanken uns für den herzlichen Empfang in unserer neuen Wahlheimat!
Cornelia Steinke
 
(weitere Lesermails zu diesem Thema)


13.12.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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