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ORTSGESCHEHEN

Landratsamt schluckt Abweichung, Rathaus nicht

Zwei Doppelhaushälften im Neubaugebiet an der Klosterwiese wollen zueinander nicht passen; das zunächst errichtete Gebäudeteil ist 13 Zentimeter höher als der Plan. Und der jetzt anstehende Anbau darf nicht zu dieser illegitimen Höhe aufschließen. Das Landratsamt hätte nun die Abweichung als verzeihlich geschluckt – nicht aber das Rathaus.
Bislang hatte der Gemeinderat stets der zweiten Hälfte die Angleichung an das normwidrige Maß verweigert, weil erst der Schwarzbau der ersten Hälfte von der Bauaufsichtsbehörde geklärt werden sollte. Das hat das Landratsamt nun getan. Nach Darstellung der Bauaufsicht entsprängen die 13 zusätzlichen Zentimeter nicht einer ungenehmigten Vorteilsnahme durch den Bauherrn, sondern technischen Notwendigkeiten; aus statischen Gründen hätten die Deckenstärken erhöht werden müssen.
Es sei dadurch jedenfalls kein zusätzlich nutzbarer Raum entstanden oder „ein sonstiger erkennbarer Vorteil“. Daher sah die Kreisbehörde keinen Ansatz für bauaufsichtliche Sanktionen. Ein Rückbau wäre angesichts der Ursache ohnehin nur über einen Eingriff in die tragende Bausubstanz machbar und damit für das Landratsamt „ein finanzieller Aufwand, der unter Berücksichtigung des angestrebten Zweckes nicht mehr angemessen ist“.
Mit dieser nachträglichen Sanktionierung wäre folglich der Weg frei, die zweite Hälfte auf das gleiche Maß zu bringen, um so „den städtebaulich unerwünschten Höhenversatz von 13 Zentimetern zu vermeiden“, wie das Landratsamt empfiehlt. Der Nachbar könne zudem nicht für das planwidrige Verhalten des Vorbauers in Sippenhaft genommen werden.
Dem wollte der Bauausschuss des Gemeinderats aber nicht folgen. Einzig Bürgermeisterein Elisabeth Ziegler und Hans Negele wollten der zweiten Doppelhaushälfte die zusätzlichen 13 Zentimeter zugestehen, mit klarer Mehrheit lehnte der Ausschuss die Ausnahme jedoch ab.
Bei der Analyse des Vorgangs hat das Landratsamt zudem aufgedeckt, dass auch in der benachbarten Straße Am Ried zwei Doppelhäuser die zulässige Höhe überschritten hätten, diese aber immerhin im Gleichklang. Auch hier wollte die Bauaufsicht die Begründung akzeptieren. Die identischen statischen Notwendigkeiten plus eine Aufdachdämmung haben Am Ried zu einer Überschreitung des zulässigen Masses um 28 Zentimeter geführt. Der Bauausschuss verweigerte hier jedoch ebenfalls seine nachträgliche Billigung.
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


28.11.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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