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ORTSGESCHEHEN

Lkw-Verbote sollen aufgehoben werden

Das Landratsamt hat angekündigt, die Lkw-Durchfahrtsperren auf Bundes- wie auf Staatsstraße aufzuheben; mit der Begründung, dass der Durchgangsverkehr gesunken und damit die Lärmbelastung nicht mehr relevant sei. Im Rathaus fehlt jegliches Verständnis für diese Argumentation.
Für die Feierabendstraße hat die Bezirksregierung aktuell eine Lärmbelastung über EU-Normen ermittelt und die Gemeinde daher zur Aufstellung eines Lärmaktionsplanes nach europäischem Recht aufgefordert, der gerade in Arbeit ist – und das Landratsamt attestiert eine ruhige Lage?
Für die Bundesstraße B471 beruft sich das Landratsamt in seiner Argumentation auf einen gezählten Rückgang der Verkehrsbelastung. Die daraus resultierenden Lärmwerte würden ebenfalls keine Überschreitung der Grenzwerte mehr bedingen und daher sei auch diese Sperre obsolet. „Das glaubt kein Mensch“, war Bürgermeisterin Elisabeth Zieglers erste Reaktion, doch die Gemeinde hat auch nachrechnen lassen.
Das eigene Gutachten hält den Ansatz der Kreisbehörde gleich für doppelt fragwürdig. Zum einen entspreche der gezählte Rückgang der Fahrbewegungen nicht den eigenen Ergebnissen gemeindeeigener Zählungen. Hier wurden rund 13.000 Fahrbewegungen ermittelt, was 2005 auch die amtliche Zählung erbracht hatte. Doch bei der nächsten turnusmäßigen Zählung 2010 war dieser Wert auf rund 10.000 Bewegungen gesunken.
Gemeindegutachterin Claudia Hentschel berichtete, dass die staatlichen 2010er Zahlen nahezu flächendeckend unter den 2005er Werten gelegen seien, was auf eine veränderte Zähl- oder Berechnungsweise schließen lasse. Zudem kann Oberschleißheim für 2010 auch eine Sondersituation geltend machen: in dem Jahr wurde in der Bundesstraße der Lustheimer Kreisel angelegt und somit war die Trasse weite Strecken des Jahres teilweise gesperrt.
Die Analysen des Gemeindegutachtens haben aber zudem ergeben, dass selbst auf der Basis der angezweifelten geringen Zahlen die Lärmschutzwerte weiterhin bei den meisten Häusern entlang der Straße überschritten wären. „Dass die Grenzwerte jetzt eingehalten wären, sehen wir nicht so“, bilanzierte Hentschel ihre Gegenexpertise.
Das Rathaus will sich massiv gegen die Anordnung aus München wehren. Bei der B471 soll das Gegengutachten Grundlage der Argumentation werden. Für die Staatsstraße sind Gemeinde und Landratsamt ohnehin in einem schwebenden Verfahren, weil die Schilder hier schon mal kassiert werden sollten, wogegen Oberschleißheim vor Gericht zog. Hier will die Gemeinde jetzt den Widerspruch dieser Anordnung zur parallel angeordneten Notwendigkeit eines Lärmaktionsplans herausarbeiten.


24.10.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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