. .
Raiffeisenbank OberschleißheimBaugenossenschaft Ober- und Unterschleißheim
Facebook
KommunikationsDesign Pichler & Treffer
PR-Büro Bachhuber
slius-design - Werkstatt für Webdesign und Grafik
Ihre Gemeindebücherei
ORTSGESCHEHEN

Wo bleiben die örtlichen Betriebe?

Schon 2013 könnte der Neubau des erneuerten Einkaufszentrums am Stutenanger beginnen. Geplant ist im Herzen der Parksiedlung, das bestehende Ladenzentrum und die benachbarte Gaststätte abzureißen und durch zwei moderne Gewerbekomplexe zu ersetzen. Die Pläne bilden für die Gemeinde das Scharnier für gleich zwei zentrale Projekte, nämlich die Aufwertung der Siedlung im Städtebauförderprojekt „Soziale Stadt“ und die Kreation einer neuen Ortsmitte in Verbindung mit dem angrenzenden Bürgerzentrum.
Seit der grundsätzlichen Zustimmung des Gemeinderats zu den futuristischen Plänen des Lebensmittelkonzerns Rewe für die Ausrichtung des Neubaus an dessem neuen „Green Building“-Konzept im Juli 2011 wurden alle weiteren Schritte dieser zentralen Zukunftsgestaltung hinter verschlossenen Türen beraten. Buchstäblich außen vor blieben daher die Läden, die derzeit in dem der Abrissbirne geweihten Einkaufskomplex am Stutenanger angesiedelt sind.
Sie fordern nun mit einer Unterschriftenaktion Klarheit über ihre Zukunftsperspektive ein. „Keiner ist bisher konkret geworden“, klagt Jennifer Heckenstaller, Jungunternehmerin des hier seit 48 Jahren angesiedelten Schreibwarenladens, „aber es geht hier um Existenzen.“
Der Neubau von Rewe beansprucht offenbar so viel Fläche, dass außer einem Cafe kein externer Betrieb mehr unterkommt. Auf dem Areal entsteht freilich noch ein zweites Büro- und Geschäftshaus – doch die Ladenfläche soll bereits reserviert sein. „Es drängt sich der Verdacht auf, dass es bereits beschlossene Sache ist, eine Drogeriemarktkette anzusiedeln“, schildert Wolf-Dieter Wag, der Vorsitzende des Gewerbeverbandes.
Bei einer aktuellen Präsentation der Pläne habe er jedenfalls „ein Bekenntnis zu einer Integration der alt eingesessenen Einzelhändler im Neubau“ vermisst. Diese Forderung war vom Gewerbeverband stets erhoben und in Bekenntnissen auch von der Gemeinde unterstützt worden. „Bürgermeisterin Ziegler war in jedem Gespräch immer bemüht, die bestehenden Läden unterzubringen“, versichert Bauamtsleiter Josef Schartel. Ein baurechtliches Instrument zur Durchsetzung besitze das Rathaus jedoch nicht.
Derzeit ist baurechtlich Einzelhandel für den Neubau vorgesehen – was beide Optionen offen läßt. Jennifer Heckenstaller sieht für ihren Betrieb in Oberschleißheim „keine Standortalternative“. Der zweite betroffene lokale Betrieb, die Pjönix-Apotheke, wurde in allen Standortkonzepten für die Parksiedlung als unverzichtbar gefordert. An den künftigen Investor haben sich die Betriebe schon gewandt, nach Worten Heckenstallers allerdings ohne verbindliche Antwort.
„Wir wollen darum kämpfen, dass die großen Konzerne die kleinen Betriebe nicht immer unterbuttern“, betont Heckenstaller. Mit dem Gewerbeverband wurde jetzt eine „Petition gegen Existenzvernichtung“ gestartet, die in den Geschäften ausliegt. Gefordert wird darin, „nicht tatenlos zuzusehen, wie Existenzen und Arbeitsplätze von lokalen Gewerbetreibenden vernichtet werden“, und das bedinge zuvorderst „eine offene, transparente und ehrliche Kommunikation der Gemeinde, der Bauträger und deren Architekten mit den Betroffenen“.


22.10.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

rk medien - Ihr richtig kreativer Drucker
WetterOnline
Das Wetter für
Oberschleißheim