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ORTSGESCHEHEN

Ökologisches Kleinod behutsam erschließen

Öffentlich zugänglich war der Wald noch nie. Dabei hätte der Hupp-Wald durchaus viel zu bieten. Das Ende des 19. Jahrhunderts von dem Künstler und Heraldiker Otto Hupp als privater Park um seine Villa angelegte Waldstück ist ein außergewöhnliches ökologisches Kleinod. Mit einem bescheidenen Wanderweg quer durch den Urwald zur fußläufigen Anbindung von Gewerbegebiet Bruckmannring und Neubaugebiet Hirschplanallee will das Rathaus die Pretiose nun öffnen und erschließen.
Mittlerweile ist der Ort um den Wald herumgewachsen, hat ihn auch mit der Erschließung der Hein-Neufeld-Straße im Süden, der Hochhausblöcke des Evangelischen Siedlungswerks im Westen und der Ansiedlung des Heilpädagogischen Centrums Augustinum im Nordosten auch schon angenagt. Der verbleibende Park mit gut sechs Hektar Größe wurde 1992 für umgerechnet rund 2,6 Millionen Euro von der Gemeinde erworben – und wuchert seither als eingezäunter, unbearbeiteter Urwald vor sich hin.
Nach mehreren Anläufen, für die nun unterschiedliche Gruppierungen die Urheberschaft reklamieren, wurde nun die Öffnung plus Wegeführung beschlossen. Die Analyse zur konkreten Wegfeführung hat nun ergeben, dass der Wald in seiner ökolgischen Zusammensetzung ein absolutes Unikat in Deutschland ist, das einzig im Süden Augsburg ein vergleichbares Pendant aufweist. Der südlichste Streifen ist mit seinem hohen Totholzanteil ein Refugium für zahlreiche äußerst seltene Tier- und Pflanzenarten.
Das Landschaftsbüro Schmidt und Wendt aus München empfahl dem Gemeinderat daher dringend, „den sehr bedeutsamen Lebensraum unbedingt zu erhalten, naturnah zu entwickeln und behutsam zu erschließen“. Angelegt werden soll nun ein Geh- und Radweg auf 2,50 Meter Breite vom südöstlichen Beginn des Waldes an der Feierabendstraße bis hin zum nordwestlichen Ende des Südteils an der Hirschplanallee. Anschließend soll der bgestehende Trampelpfad durch den Nordteil bis zum Gewerbegebiet amn Bruckmannring mit den gleichen Maßgaben ausgebaut werden.
Erwartet werden hierfür Kosten von unter 20.000 Euro und auf 15 Jahre etwa den gleichen Betrag an Unterhaltskosten. Gegen die Stimmen der CSU, die eine intensivere Erschließung gefordert hatte, wurde diese Lösung von SPD, Freien Wählern, Grünen und FDP gebilligt.
Während die CSU monierte, dass die Bürger Oberschleißheims, für die der Park gekauft worden sei, von dieser Lösung wenig hätten, hielt Helga Keller-Zenth (Grüne) dagegen, dass ein Erhalt des naturnahen Urwalds für Klimaschutz und Biotope „ganz im Sinne der Eigentümer“ sei.“Das wird eine Bereicherung für die Bürger sein“, erwartet auch Hans Hirschfeld (Freie Wähler).
 
(hierzu ist ein Lesermail eingegangen)


10.10.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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