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ORTSGESCHEHEN

Regatta als Zentrum für Behindertensport?

Wird die Regattastrecke im Sog des erwachenden Interesses für paralympischen Sport zu einem Zentrum für Behindertensport und Inklusion behinderter und nichtbehinderter Sportler? Ruder- und Kanuvereine und ihre Fachverände planen die Etablierung dieses Ansatzes – auch als Beitrag zur Standortsicherung der Regattastrecke, deren Fortbestand so ungewiss ist.
Die allerersten Deutschen Meisterschaften im Paracanoeing, Kanurennsport für Menschen mit Behinderung, wurden vor Jahresfrist auf der Oberschleißheimer Regattaanlage ausgetragen und dabei unterzeichneten der Bayerische Kanu-Verband und der Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband einen Kooperationsvertrag. Schon ein Jahr später holten behinderte Sportler des MTV München, wiederum in Oberschleißheim, einen ersten Deutschen Meistertitel.
Unter Federführung des Bayerischen Ruderverbandes soll nun ein neuer Förderverein etabliert werden, der in einem ersten Schritt personelle und finanzielle Ressourcen für den sportlichen Inklusionsansatz auf der Regattastrecke aktivieren soll, zunächst für Rudern, aber stets mit angedachtem Beteiligungsangebot für Kanuten. Die Rudergesellschaft München ist intensiv engagiert und will Kooperationspartner sein.
Das Angebot solle sich zunächst an unterschiedlichste Behinderteneinrichtungen als Freizeitsport richten, schildert Thomas Schröpfer, der Sportvorstand der Rudergesellschaft. Darauf aufbauend sollen dann aber Wettkämpfe beschickt werden und als Spitze der gedachten Pyramide sogar paralympischer Leistungssport organisiert. Die Rudergesellschaft will die Boote und Material stellen, für den Anfang als Freizeitsport auch Übungsleiter. Trainer mit Spezialkompetenz müssen sich dann erst parallel zum Wachstum des Angebots aus- und fortbilden.
Die neue Initiative sei auch „ein strategisch wichtiger Bestandteil zur Zukunftssicherung der Anlage“, betont Schröpfer. Der Inklusionsansatz würde der Regattastrecke nun wieder einen völlig neuen Daseinszweck verleihen. Über den Behindertensport könnten zudem komplett neue Fördermittel erschlossen werden.
„Wenn wir diesen Ansatz nachhaltig implementieren, haben wir einen großen Schritt für den Erhalt getan“, erwartet Schröpfer. Noch ist das Projekt im Visionsstadium. Vorarbeiten laufen, einen Trägerverein auf den Weg zu bringen.
Die Rudergesellschaft hat bereits Berührungspunkte mit der neuen Zielsetzung, weil Kathrin Wolff, eine Athletin aus dem Verein, 2007 Weltmeisterin im Vierer mit Steuermann im Adaptive Rowing war und 2008 die deutschen Farben bei den Paralympics in Peking vertrat.


20.09.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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