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Hier lebt die Artenvielfalt

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Bis 2013 soll mit dem Programm „100 Äcker für die Vielfalt" auf bundesweit mindestens 100 Ackerstandorten eine
auf die Ackerwildkräuter ausgerichtete Bewirtschaftung langfristig sichergestellt werden. Einer davon wird vom Heideflächenverein Münchner Norden bei der sogenannten Kastner-Grube in Eching gepflegt. In das Projekt werden nur Flächen aufgenommen, die sich durch einen herausragenden botanischen Artenbestand auszeichnen und deren Bewirtschaftung langfristig den Erhalt der Wildkräuter gewährleistet. Am Dienstag wurden die Pfarrpfründestiftung Eching als Besitzer sowie der Heideflächenverein als Bewirtschafter der Fläche mit der Aufnahmeurkunde geehrt.
Marie Kaerlein, die Regionalkoordination Bayern für das Projekt, überreichte eine Urkunde, die den Acker offiziell in das bundesweite Netz wertvoller Flächen aufnimmt. Sie stellte den gravierenden Rückgang der Ackerwildkräuter durch Flächenintensivierung und Brachfallen dar. „Jede zweite Art der Ackerwildkräuter steht mittlerweile auf der Roten Liste mindestens eines Bundeslandes in Deutschland", klagte sie.
Der Heideflächenverein bewirtschaftet den Acker in Form einer Zweifelderwirtschaft seit dem Jahr 2000 mit dem Ziel, seltene Ackerwildkräuter zu fördern. Zu Beginn wurden im Naturraum Münchner Schotterebene die Samen seltener Arten gesammelt und auf die Flächen ausgebracht, um das Vorkommen der Ackerwildkräuter zu vermehren. Nach ze4hn Jahren konnten 33 für Getreideäcker typische Arten nachgewiesen werden.
Ein Beispiel ist der Ackerrittersporn. In der Kastner-Grube spielt daher nicht nur der Schutz dieser Arten eine wichtige Rolle, sondern der Schutzacker stellt auch eine wichtige Quellpopulation für die Wiederausbreitung der Ackerwildkrautarten dar. Professor Kollmann vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan stellte dazu ein zusammen mit der Landesanstalt für Landwirtschaft durchgeführtes Artenschutzprojekt zur Ausbreitung der seltenen Ackerwildkräuter auf Flächen des biologischen Landbaus vor.
Das Projekt „100 Äcker für die Vielfalt" nsetzen die Georg-August-Universität Göttingen, die Universität Kassel-Witzenhausen sowie der Deutsche Verband für Landschaftspflege (DVL) aus Ansbach gemeinsam um. Die Projektpartner haben dazu den Leitfaden „Ackerwildkräuter schützen und fördern - Perspektiven einer langfristigen
Finanzierung und Bewirtschaftung" veröffentlicht, der speziell für Landwirte und interessierte Laien die Thematik der Ackerwildkräuter aufarbeitet.


21.06.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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