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ORTSGESCHEHEN

Radeln wird attraktiver und sicherer

Radfahren soll in Oberschleißheim deutlich aufgewertet werden. Mit einem umfassenden Radverkehrskonzept will die Gemeinde speziell die „weichen“ Rahmenbedingungen für das Fahrrad verbessern: das Bewusstsein für die umweltfreundliche Fortbewegung und den Stellenwert des Radelns in der Verkehrsgestaltung. Eine breite Öffentlichkeitsarbeit soll den Status als „fahrradfreundliche Kommune“ etablieren.
Ein Leitsatz des vom Verkehrsausschuss des Gemeinderates einstimmig akzeptierten Konzeptes ist dabei „miteinander statt gegeneinander“; dem Fahrradverkehr solle keinerlei einseitige Bevorzugung gegenüber Fußgängern oder dem Kfz-Verkehr zuteil werden. Der Ansatz auf der Bewusstseinsebene sei umso wichtiger, weil im Ort „wenig Spielraum für einen Ausbau der Verkehrswege“ bestehe, wie Fachplaner Andreas Bergmann erläuterte. Mit einem Arbeitskreis aus acht Gemeinderäten, die nicht nach Fraktionsproporz, sondern aus Interesse an der Sache mitgearbeitet hatten, waren die neuen Thesen erarbeitet worden. Unbedingte Zielsetzung sei es, „die Nahmobilität zu fördern und auszubauen“, wie Bergmann betonte.
Gehwege zum Radeln freigeben
Mittelfristig sollen auf den meisten Fahrbahnen und Gehwegen im Ort Mischlösungen für Autos/Räder oder Fußgänger/Radfahrer eingeführt werden. Als erster konkreter Beschluss wurden gleich die geräumigen Gehwege der Mittenheimer Straße für Fahrradverkehr freigegeben. Im Gegensatz zur Ausweisung eines Radwegs schafft diese Lösung keine Nutzungspflicht für Radler. So können sicherere und schnellere Radfahrer auf der Fahrbahn bleiben, unsicherere den Gehweg benutzen.
Hauptstraßen fahrradtüchtig machen
Wichtigstes Arbeitsfeld war für den Arbeitskreis die Fahrradertüchtigung der zentralen Verkehrsachsen durch Oberschleißheim, weil gerade die bislang aufgrund der räumlichen Schwierigkeiten stets ausgeklammert worden waren. So sind die Bundesstraße B471, Dachauer und Freisinger Straße, und in weiten Teilen auch die Staatsstraße 2342, Feierabend- und Sonnenstraße, bislang absolutes no go für den Fahrradverkehr – und das als Hauptstraßen des Ortes.
"Radlumgehung" für die B471
Das Konzept sieht nun vor, die B471 unverzüglich radfahrtüchtig zu machen, indem sie zunächst mit einer Umfahrung flankiert wird. Vom Ende des von Westen ankommenden Radwegs weg sollen Radler entweder nach Norden durch den Ort ausweichen können oder nach Süden auf einer Parallele des Schlosskanals. Ertüchtigt werden muss dieser Parallelweg an einigen neuralgischen Übergängen; die nötigen Voraussetzungen wurden der Rathausverwaltung nun sogleich zur Vorbereitung aufgegeben.
Schutzstreifen, Fahrradstraßen
An der Feierabendstraße sollen bei der anstehenden Sanierung durch das Staatliche Bauamt breitere Geh- und Radwege angelegt werden. Auf der Bahnbrücke der Mittenheimer Straße oder im östlichen Anfang der Professor-Otto-Hupp-Straße sollen Schutzstreifen für Fahrradverkehr aufmarkiert werden. Außer dem Margarethenanger sollen auch Effner-, Amigoni- und das Westende der Professor-Otto-Hupp-Straße zu Fahrradstraßen umgewidmet werden.
Mehr Abstellplätze
Zur atmosphärischen Stärkung des Fahrradfahrens hat der Gemeinderat schon während der Arbeit am Konzeptpaket entschieden, die Radlabstellplätze am Bahnhof auszubauen und zu modernisieren und in die amtliche Stellplatzverordnung auch Fahrradplätze einzubeziehen. Die weiteren konkreten Anregungen werde man nun „eins nach dem anderen in die Hand nehmen“, kündigte Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler an.


18.04.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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