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ORTSGESCHEHEN

Lesermail zum Artikel: 'Staatsregierung hat schon 9 Millionen in Ansiedlung der Polizeihubschrauber investiert'

Das Bayerische Innenministerium hat also 7,3 Mio Euro in einen noch nicht genehmigten Neubau und 1,7 Mio für den Grunderwerb ausgegeben und begründet damt die Notwendigkeit, Baumaßnahmen weiterzuführen. Mit dieser Argumentation würde jeder normale private Antragsteller für ein Bauvorhaben bei den Behörden auf Granit beissen. Einen Vergleich mit der Bayerischen Landesbank erspare ich mir hier.
Um die Zahlen in das richtige Verhältnis zu setzen: Über die Infrastruktur des Fliegerhorstes in Erding gibt es leider keine öffentlich zugänglichen Informationen. Beim Tag der offenen Tür 2007 haben die Anlagen einen sehr modernen Eindruck erweckt. Sie sind allerdings für Kampfflugzeuge und nicht für Hubschrauber ausgelegt. Schon damals wurde über eine schrittweise Auflösung im Zusammenhang mit der Reduzierung der Kampfflugzeuge vom Typ "Tornado" gesprochen.
Anders in Roth: Nach Berichten in der örtlichen Tagespresse haben die jüngsten Baumaßnahmen am Bundeswehrfliegerhorst in Roth rund 173 Mio Euro gekostet und der wird jetzt aufgelöst. Der Neubau einer Flugzeughalle wurde vor rund einem halben (!) Jahr, am 15.07.2011, an die Bundeswehr übergeben. Diese Halle folgt dem gleichen Konzept wie der geplante Neubau in Schleissheim. Die für knapp 22 Mio Euro neugebaute Halle bietet Platz für 13 Hubschrauber. Die veröffentlichten Maße variieren: 160 bis 170 Meter lang, 80 bis 90 Meter tief und etwa 15 Meter hoch. Eigentlich wie geschaffen für die Polizeihubschrauber.
Damit München und Südbayern nicht ganz ohne fliegende Polizisten auskommen müssen, werden die zwei in Nürnberg stationierten Hubschrauber nach München bzw. Erding verlegt. Dort am Fligerhorst gäbe es auch eine passende Halle für zwei Hubschrauber. Das Grundstück in Oberschleißheim kann das Innenministerium gegen ein Grundstück in fränkischen Roth eintauschen, diese Gelder sind also nicht verloren. Wie es um die 7,3 Mio Euro für die der Genehmigung vorauseilenden Baumaßnahmen wirklich steht, bleibt zu hinterfragen.
Selbst unter Berücksichtigung von Anpassungmaßnahmen in Roth ergibt sich ein wirtschaflicher Vorteil gegenüber den Neubau in Oberschleißheim. Die positiven Effekte einer Behördenverlegung von der Landeshauptstadt München in das eher strukturschwache Frankenland sind dabei auch noch zu berücksichtigen. Es bleibt zu hoffen, dass Frau Tausendfreund am Ball bleibt. Vielleicht wacht ja auch noch der Rest der Opposition im Landtag noch auf.
2013 sind Landtagswahlen in Bayern!
Günter Braun
 
(weitere Lesermails)


09.02.2012    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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