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Lesermail zum Artikel: 'Wohngebäude statt Bäckerei'

Es ist schon komisch, dass die Gemeinde plötzlich feststellt, sie kann gegen die Umnutzung der ehemaligen Bäckerei in der Mittenheimerstraße nichts machen. Rein formal stimmt dies sogar, da die Sache für die Gemeindeverwaltung erst mit dem Bauantrag amtlich wird.
Aber die Bauruine ist nicht plötzlich aus dem Nichts entstanden, sondern verschandelt schon seit Jahren die Mittenheimerstraße und die Problematik mit Ladengeschäften in dieser Straße ist lange genug bekannt, zumindest den Oberschleißheimer Bürgern, die hier auch ihren Lebensmittelpunkt und nicht nur ein Nachtquartier haben. Es bestand also jahrelang die Möglichkeit, mit Hilfe der sonst immer so hochgehaltenen Planungshoheit der Gemeinde eine Veränderungssperre zu erlassen und einen neuen Bebauungsplan aufzustellen.
In diesen Plan hätte dann klar festgeschrieben werden können, dass hier keine reine Wohnbebauung möglich ist, sondern auch ortsnaher Einzelhandel sein muss. Im Rahmen der Zwangsversteigerung der ehemaligen Bäckerei hätte die Gemeinde im konkreten Fall sogar aktiv eingreifen können.
Aber die Bäckerei ist kein Einzelfall, sondern diese Entwicklung zieht sich seit Jahren durch die Gemeindepolitik, siehe beispielsweise beim hochwertigen Gewerbegebiet an der Sonnenstraße oder Verlegung der Polizeihubschrauberstaffel. Aber wie auch in anderen Fällen erscheint es mir, dass die eigentlich für die Ortsentwicklung verantwortlichen Gemeinderäte und Politiker, einschließlich der Verantwortlichen der freien Wähler (sind ja keine Partei) immer nur mit geschlossenen Augen und Ohren durch die Gemeinde bewegen, keine Zeitung lesen, das „Teufelszeug“ Internet schon gar nicht kennen und gerade mal über die aktuell vorliegende Beschlussvorlage nachdenken.
Eigentlich ist zu erwarten, dass sie sich über die mittel- und langfristige Entwicklung der Gemeinde Gedanken machen, Konzepte und Pläne entwickeln, bevor Entwicklungen durch Bauanträge aktuell werden und nicht mehr zu stoppen sind. Aber soweit kommt es ja gar nicht. Ein paar Wochen vor der Wahl werden groß mehr oder weniger konkrete Pläne hochgehalten und danach bis zur nächsten Wahl wieder vergessen. Auch das Ortsentwicklungskonzept unter Beteiligung der Bürger ist längst wieder in der Versenkung verschwunden.
Betrieben wird nur aktuelle Tagespolitik oder es werden wieder und wieder längst obsolete Projekte der Vergangenheit aufgewärmt. Von einem langfristigen und zukunftsorientierten Konzept ist jedenfalls nichts zu merken.
Vielleicht braucht es einfach mal ein paar weitsichtige Visionäre bei den örtlichen Parteien bzw. Wählervereinigungen und im Gemeinderat, um hier etwas zu ändern.
Bis es soweit ist, muss, wer keine aufgebackene Tiefkühlkost essen will, mit dem Auto nach Lustheim oder in eine Nachbargemeinde fahren, beim Lieferdienst im Internet bestellen oder Teig rühren und selber backen.
Günter Braun
 
(weitere Lesermails zu diesem Thema)


27.12.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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