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Lesermail zum Artikel: 'Verfahren für Hubschrauberansiedlung eingeleitet'

Die Bundeswehrreform hat der Gemeinde Oberschleißheim eine Steilvorlage geliefert gegen die geplante Verlegung der Polizeifliegerstaffel.
Die Bundeswehr führt am Fliegerhorst Erding und am Flugplatz Roth radikale Reduzierungen durch und der Fliegerhorst in Penzing wird gar ganz aufgelöst. Überall wird jeweils mehr als genügend Flugplatz-Fläche frei für eine Polizeifliegerstaffel. Ja, selbst die Bundespolizei könnte dorthin problemlos mit umziehen.
Insbesondere der Flugplatz in Roth ist interessant. Dort unterhält die Landespolizei bereits einen Stützpunkt. Der Flugplatz Roth wurde von der Bundeswehr mit einem dreistelligen Millionenbetrag als Einsatzbasis für Kampfhubschrauber ausgebaut, einschließlich Flugsimulator. Die Kampfhubschrauber werden nun nicht mehr beschafft und das Hubschrauberregiment in Roth aufgelöst. Somit steht dort die perfekte, nagelneue Infrastruktur für eine Hubschrauberbasis leer.
Da Polizei- und Kampfhubschrauber vom gleichen Hersteller kommen, die Abmessungen etwa gleich sind, könnte sich die Polizei in Roth in das gemachte Nest setzen. Für die Präsenz im Südbayern reicht dann ein einfacher Stützpunkt im Großraum München aus, beispielsweise am Fliegerhorst in Erding oder alternativ einem Fluggelände südlich von München. Also eine Umdrehung der bisherigen Situation.
Zugleich wäre ein Umzug nach Roth ein Ausgleich für die dort wegfallenden Bundeswehrstellen. Nach der "Quelle"-Insolvenz wurde ja auch zum Ausgleich das statistische Landesamt von München nach Fürth verlegt. (Die Verlegung der Offiziersschule nach Roth gleicht nicht einmal das dort wegfallende Ausbildungsregiment aus, ist also kein Argument.)
Somit gibt es definitiv alternative Standorte, die deutlich mehr Synergieeffekte bieten als Oberschleißheim. Zusätzlich fallen dort viele Probleme weg, da beispielsweise keine Ausgleichsmaßnahmen erforderlich sind. Auch die Fluglärmsituation ist anderswo wesentlich besser. Bei Einsätzen im Voralpenland muss von Oberschleißheim aus immer das Stadtgebiet von München überflogen werden.
Der Flugplatz in Roth liegt deutlich weiter von bebauten Gebiet entfernt wie dies in Oberschleißheim der Fall wäre. Von einem Stützpunkt am Fliegerhorst in Erding führt die Flugroute an München vorbei. Das für die Polizeiflieger vorgesehene Gelände könnte vom Deutschen Museum für das geplante Zentraldepot genutzt werden. An dieser Stelle ist das Depot im Gegensatz zum Gelände an der Ferdinand-Schulz-Allee absolut unkritisch und auch verkehrsmäßig besser erschlossen.
Dieser Gedanke kann sogar weitergeführt und das leidige Problem der Verkehrserschließung des Museums völlig neu geregelt werden. Die Ferdinand-Schulz-Allee und Teile Jägerstraße könnten so zum autofreien Fuß-, Rad- und Skaterweg werden. Die Verlegung der Polizeihubschrauber nach Roth mit einem Stützpunkt am Fliegerhorst Erding wäre also ein Gewinn für alle Beteiligten.
Jedenfalls gibt es nun mehr als genug Argumente. Jetzt liegt es nur noch an den Oberschleißheimer Gemeindepolitikern, die bisherige Starre aufzugeben und auf allen Ebenen aktiv zu werden. Bislang verhält man sich dort eher wie das sprichwörtliche Kaninchen beim Anblick der Schlange.
Vielleicht hilft ja eine Bildungsreise nach Stuttgart(21) oder zu den Gegner der 3. Startbahn "auf die Sprünge".
Günter Braun
 
(weitere Lesermails)


13.11.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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