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ORTSGESCHEHEN

Ein Spazierweg, aber kein Park

Der Hupp-Wald soll mit Wegen besser erschlossen werden – zu einem Park umgestaltet wird er nicht. Einhellig haben alle anderen Fraktionen im Gemeinderat die Initiative der CSU abgewiesen, den rund 63.000 Quadratmeter großen Urwald inmitten des Ortsgebietes zu kultivieren und mit umfassender Erschließung zu einem Scharnier für die umliegenden Wohn- und Gewerbegebiete neu zu denken. Sympathie gab es reihum nur für eine weitere Öffnung des derzeit nahezu unzugänglichen Gemeindebesitzes durch Wegeverbindungen zum Bahnhof.
"Kultivieren oder weiter die Leute aussperren", so bündelte CSU-Sprecher Thomas Guldenkirch den Antrag seiner Gruppierung, der den Wald vor allem als Scharnier zur Integration und Verbindung der umliegenden Wohn- und Gewerbegebiete sehen wollte. Unnötig, ökologisch falsch und viel zu teuer, waren jedoch die Argumentationslinien bei SPD, Freien Wählern, Grünen und FDP.
"Ein Kahlschlag ist mit uns nicht zu machen", sagte Hans Hirschfeld (Freie Wähler), "die Flora und Fauna sollte erhalten bleiben." "Das Ding muss ein Wald bleiben", forderte Casimir Katz (FDP), die Investitions- wie auch die Folgekosten für eine Umgestaltung zum Park seien "völlig indiskutabel". Der Ort brauche "keine weitere schlossparkähnliche Anlage", fand Terézia Tóth (Grüne), der Wald entfalte zudem eine lärmabschirmende Wirkung gegenüber der Mittenheimer Straße.
"Im Augenblick ist das nicht angemessen", stellte auch Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD) die Argumentation vor allem auf den finanziellen Aspekt ab. Die SPD hat noch in der Debatte einen Gegenantrag vorgelegt, lediglich eine zentrale Wegeverbindung durch den südlichen Waldteil zu schlagen, mit dem das neue Wohngebiet an der Hirschplanallee und über einen Richtung Norden bestehenden Weg am Waldsaum auch das Gewerbegebiet Bruckmannring an den Bahnhof angebunden werden. Dieser Weg, so ihr noch nicht formell behandelter Antrag, für den bereits breite Zustimmung signalisiert wurde, soll auf ausreichende Breite vom Wildwuchs befreit und mit Sitzbänken einladender gemacht werden. Das reiche aber, so ihr Sprecher Florian Spirkl: „Der Wald soll so, wie er ist, als Wald erhalten werden.“


09.11.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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