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ORTSGESCHEHEN

Die Katastrophe erkundet

Die Katastrophe erkundet

Eine Woche waren die beiden Kreisvorsitzenden der Grünen, Antje Wagner und Markus Büchler, auf Einladung der Grünen Japans beim havarierten Kernkraftwerk Fukushima. Bis auf 20 Kilometer, der absoluten Sperrzone um das Kernkraftwerk, waren die beiden am Ort des Geschehens und haben außer Bildern auch Messungen und Bodenproben mitgebracht.
Entlang eines Radius von 20 Kilometern seien die Zufahrtsstraßen von bewaffneten Sicherheitskräften abgeriegelt, berichtet Büchler. Mit Mundschutz und einem Meßgerät, das bei zu starker radioaktiver Kontamination Alarm schlug, haben sich die beiden geschützt. Rund 80.000 evakuierte Strahlenflüchtlinge könnten nicht mehr in ihre Häuser zurück. "Eine alte Frau hat uns gefragt, wann sie in ihr Strontium-verseuchtes Haus zurück kann", erzählt Büchler, "wie soll man der weinenden Frau sagen, dass sie es nicht erleben wird, denn die Halbwertszeit beträgt 30 Jahre?"
Die Leute, mit denen die Gäste Kontakt hatten, hätten "die Weitsicht und Konsequenz der Deutschen bewundert, aus der Atomkraft auszusteigen", berichtet der Grünen-Sprecher. Deshalb wurden die bayerischen Besucher auch eingeladen, auf einer Wahlkampfveranstaltung über Tschernobyl und die deutsche Energiepolitik zu berichten. Auch das 1986 zerstörte Kernkraftwerk in der Ukraine hatten Wagner und Büchler bereits besucht. "Ähnlich ist die Verzweiflung der Menschen, die alles verloren haben", vergleicht Büchler die beiden Katastrophen, allerdings sei nach seiner Einschätzung in der damaligen Sowjetunion "die Informationspolitik gegenüber der eigenen Bevölkerung wesentlich offener gewesen und sie haben die Betroffenen wesentlich besser vor der Strahlung geschützt als die Japaner".
Mit Vorträgen über die Reise wollen die beiden nun dazu beitragen, in Deutschland schnell und unumkehrbar aus der Kernkraft auszusteigen. "Die Folgen eines Unfalls überfordern die Menschen", bilanziert Büchler, "das Katastrophenmanagement versagt komplett, auch in heutigen Industriestaaten, die Folgen sind irreparabel, unzählige Familien werden ins Unglück gestürzt. Und das ohne Not."
 


08.11.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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