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Für rund 300 Anlieger müßte was gegen Bahnlärm getan werden

Für rund 300 Anlieger müßte was gegen Bahnlärm getan werden

Ein Lärmaktionsplan soll die Belastung Oberschleißheims durch den Eisenbahnlärm dokumentieren und Linderungswege aufzeigen. Das entsprechende Verfahren hat die Bezirksregierung in dieser Woche gestartet. Die detaillierte Überprüfung der Lärmbelastung habe ergeben, dass weit über 250 Bahnanlieger über den vom Bayerischen Umweltministerium vorgegebenen Schwellenwerten lägen, damit sei ein Lärmaktionsplan gerechtfertigt.
Die Bezirksregierung hat die Lärmemissionen der Bahnstrecke so berechnet und detailliert Haus für Haus übertragen, dass für jede Wohnung der theoretische Lärmwert ermittelt wurde. Das Umweltministerium empfiehlt Lärmaktionspläne, sobald mindestens 50 Einwohner von einem gemittelten Dauerschallpegel über 70 dB(A) bei Tag oder über 60 dB(A) bei Nacht betroffen seien. In Oberschleißheim wurde dieses Resultat für 230 Bewohner bei Tag und 370 bei Nacht ermittelt. (Die Lärmkarte der Bezirksregierung zeigt die rechnerisch gemittelte Bahnlärm-Belastung bei Tag; die violetten und blauen Flächen liegen über den Empfehlungswerten.)
Das Papier, das nun im öffentlichen Verfahren ist, bietet bislang lediglich eine umfassende Auflistung aller denkbarer Maßnahmen zur Lärmminderung von der baulichen Veränderung der Drehgestelle an Güterzügen bis zur Untertunnelung der gesamten Trasse im Ortsgebiet. Eine Bewertung oder gar Empfehlung soll dann erst Ergebnis des Verfahrens sein, in dem sich nun jeder äußern kann.
Eine Trog- oder Tunnellösung wird dabei ausdrücklich als „derzeit nicht realisierbare Maßnahme“ eingestuft, da weder Bahn noch Land noch Gemeinde irgendwelche verbindlichen Planungsabsichten niedergelegt hätten. Auch die Planung des Bayerischen Verkehrsministeriums, zur Schienenerschließung des Flughafens in Oberschleißheim ein Überholgleis neu anzubringen, woraus die Gemeinde aktuell ihre Trog-Forderung ableitet, wird im Lärmaktionsplan nicht berücksichtigt, da hierzu noch keinerlei Planungsabsichten erkennbar seien.
Von der Bahn ist Oberschleißheim in einem seit 1999 laufenden Lärmschutzprogramm des Bundes immerhin als potentielles Sanierungsgebiet erfasst. Seit 2005 hat ein knapp zwölf Kilometer langer Streckenabschnitt, in dem auch Oberschleißheim liegt, zumindest die laufende Nummer 213, ist aber seit sechs Jahren nicht mal in die mittelfristige Planung einbezogen, so dass es auch zu diesem Lärmschutzprojekt noch keinerlei Aussagen gibt.
Bis zum 9. Dezember können nun Anregungen und Stellungnahmen zu dem Plan eingereicht werden. Ziel sei es, „unter Mitwirkung der Bürger Strategien zur Lärmminderung aufzuzeigen“, heißt es aus der Bezirksregierung. Vorschläge würden daher „bei der Erstellung des endgültigen Plans angemessen berücksichtigt“. Der Plan ist einsehbar auf www.regierung.oberbayern.bayern.de.
Selbst eine eventuelle Empfehlung bei der Verabschiedung des Lärmaktionsplans hat jedoch keinerlei Wirkung auf eine Umsetzung. Lediglich bei künftigen Maßnahmen sind die handelnden Personen gehalten, Lärmaktionspläne zur Kenntnis zu nehmen, Ansprüche auf konkrete Umsetzungen aber eröffnet das Papier nicht.


22.10.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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16.07.17, Betreff: Re: AW: Bitte verzeihen sie mir ihren Fehler

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