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ORTSGESCHEHEN

60.000 m² Park als Herz für den Norden

60.000 m² Park als Herz für den Norden

Der unzugängliche Hupp-Wald soll von einem undurchdringlichen Fremdkörper zu einem attraktiven Scharnier für die Ortsentwicklung im Norden Oberschleißheims werden. Diese Vision hat die CSU nun als Antrag an den Gemeinderat eingebracht und am Donnerstag vorgestellt. Der Hupp-Wald solle demnach zu einem „allseitig geöffneten und lichtdurchlässigen“ Park umgestaltet werden, der nicht nur Erholungsfunktion für seine Umgebung entfalten soll, sondern vor allem als integrierendes Element in der Ortsentwicklung wirken.
Nördlich des Hupp-Waldes liegt das Gewerbegebiet am Bruckmannring, das stetig wächst, südlich wurde der Seniorenpark angelegt, im Osten führt die zentrale Durchgangsstraße vorbei und westlich entsteht mit dem Neubaugebiet an der Hirschplanalle gerade eine neue Siedlung für wohl 400 Menschen. Und im Kern dieser doch nicht marginalen Entwicklung liegt umzäunt und verwildert der Hupp-Wald, „und der trennt eher als dass er verbindet“, findet CSU-Fraktionssprecher Thomas Guldenkirch.
Das in den 90er Jahren aus dem Hupp-Erbe von der Gemeinde angekaufte Stück wildert seither naturbelassen vor sich hin. Ein Schritt, um den lange gerungen wurde, war es, vor ein paar Jahren Durchgänge in der Umzäunung freizugeben. Dennoch ist der Park mit 33.000 Quadratmeter Fläche südlich und knapp 30.000 Quadratmeter nördlich der Hirschplanallee faktisch unzugänglich, weil völlig verwildert und unerschlossen. „Wir lassen 60.000 Quadratmeter in einer Weise liegen, die unsere Ortsstruktur nicht nach vorne bringt“, klagt Guldenkirch.
Die CSU möchte nun, dass Landschaftsarchitekten beauftragt werden, aus dem Wald einen Park anzulegen. Wichtigster Aspekt dabei sollen umfassende Wegebeziehungen sein, die das Gewerbe- und das Neubaugebiet miteinander und mit dem Ort und dem S-Bahnhof verzahnen, und den Neubürgern, den Beschäftigten am Bruckmannring und den Senioren des Seniorenparks eine nahe Erholungsoase bieten. Eine Skizze der Münchner Architektin Beatrice Kössl, die das für die CSU mal ins Bild gesetzt hat, zeigt mögliche Wegebeziehungen (Bild oben, mit dem Bruckmannring im Norden und der Mittenheimer Straße rechts am Bildrand).
Derzeit sei die "ziemlich erhebliche Ortsentwicklung" in diesem Teil der Gemeinde weitgehend isoliert gesehen worden, analysiert die CSU, "alles dort ist für sich geblieben". Weiter südlich werde sich um eine Ortsmitte bemüht, sagte Guldenkirch, "aber jetzt siedeln wir wieder Menschen ohne Anbindung an". Mit einem derartigen Park aber würden unverbundene Ortsteile zusammengeführt, und es würde "Lebensqualität geschaffen", wie Gemeinderat Peter Benthues sagte.
Eventuell konkrete Schwerpunktsetzungen in dem Park durch Kunstobjekte, Veranstaltungsorte oder auch die Möglichkeit eines Friedwaldes läßt der Antrag ausdrücklich offen, um möglichst breite Akzeptanz zu gewinnen. Details sollen dann erst im Dialog entwickelt werden.
Die jetzige urtümliche Entwicklung besitze "natürlich auch ihre Quaität", räumte Guldenkirch ein. Aber dieser ökologische Aspekt solle hinter dem erwarteten Gewinn für die Ortsentwicklung hintanstehen. Die Fläche solle ja nicht planiert werden, betont er: "Auch eine Parkanlage trägt der Natur Rechnung." Otto Hupp habe seinerzeit den Wald wohl durchaus nicht als Wildnis angelegt, glaubt Guldenkirch, "da gibt es keinen Grund, warum er nicht wieder auf eine gepflegte Erscheinung zurückgeführt werden sollte".
Zuletzt hatte sich der Gemeinderat aus ökologischen und finanziellen Gründen auf die bescheidene Öffnung des Hupp-Waldes beschränkt. Die CSU kalkuliert mit einer Million Euro für die Umgestaltung. Ausdrücklich angeregt wird in dem Antrag, für die Kosten eventuell einen Sponsor zu finden, der dafür die Namensrechte am Park erwerben kann. Ansonsten schlägt sie als Name einen "Slius-Park" vor, "um das ortgeschichtliche Bewusstsein zu strärken", wie Julian Schulz von der Jungen Union sagte.
Das Konzept ist von der CSU-Gemeinderatsfraktion, dem Ortsvorstand und der Jungen Union in mehreren Workshops entwickelt worden.
 
(hierzu ist sind Lesermails eingegangen)


13.10.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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