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ORTSGESCHEHEN

Wollige Rasenmäher

Wollige Rasenmäher

Zum Abschluss der Sommerferien hatte der Heideflächenverein Münchener Norden wieder seine „Heideabenteuer“ in der Fröttmaninger Heide angeboten. Einen kurzweiligen Tag verbrachten die 17 Kinder dabei zum Auftakt unter dem Motto „Die wolligen Rasenmähern der Heide“ bei einem Schäfer.
Sandra Märkl vom Heideflächenverein konzipierte dieses Praxisprojekt, das sie im Rahmen ihrer Weiterbildung zur Umweltpädagogin durchführte. Sie gestaltete einen abwechslungsreichen Tag, an dem den 6- bis 11jährigen spielerisch viele Aspekte der Bildung für Nachhaltige Entwicklung vermittelt wurden.
Der Tag begann für die Gruppe mit einem Besuch beim Schäfer Hermann Stadler in der Fröttmaninger Heide. Die Kinder hatten sich bereits Gedanken über den Alltag eines Schäfers gemacht und Fragen vorbereitet. Stadler führte typische Arbeiten eines Hirten vor, beispielsweise wie man mit dem Schäferstab einzelne Schafe aus der Herde fangen kann, und erklärte, was eine hochwertige Wolle ausmacht. Anhand von Spielen lernten die Kinder die Bedeutung der Schafe für die Landschaftspflege kennen. Sie sind beispielsweise natürliche Rasenmäher und wichtige "Samentaxis". Durch die schon seit Jahrhunderten betriebene traditionelle Beweidung ist die Heidelandschaft mit ihrem hohen Artenreichtum entstanden.
Aber auch für den Menschen sind die Schafe vielseitig nutzbar. Daher wurden von den Kindern auch die unterschiedlichsten Produkte vom Schaf unter die Lupe genommen. Bei den Filzpantoffeln, Wollsocken und dem Schafskäse war es noch leicht, den Rohstoffen vom Schaf auf die Schliche zu kommen, schwieriger war es schon bei Seife mit Schafsmilch oder Wundcreme mit Wollfett.
Mittags wurde über der Feuerschale gemeinsam Essen zubereitet. Passend zum Thema gab es Paprika und Tomaten gefüllt mit Schafskäse und selbstgepflückten Heidekräutern. Am Nachmittag gestalteten die Kinder aus Naturmaterialien - Lehm, Wolle, Holz, Beeren usw.- ihre eigenen kleinen Heidelandschaften. Die Kunstwerke konnten am Abend von den Eltern besichtigt werden.
Auch die folgenden Tage standen jeweils unter einem bestimmten Motto, es wurde die Heide mit allen Sinnen erlebt, die Tümpel in der Fröttmaninger Heide erforscht und die wilden Vorfahren von Gemüse- und Kräuterarten aufgespürt. In dem neu eröffneten HeideHaus steht jetzt auch bei schlechtem Wetter ein Unterschlupf zur Verfügung.


15.09.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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