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ORTSGESCHEHEN

Viel Lärm um Lärm

Der alltägliche Verkehrslärm ist eine Geißel des Ortes. Eine Vielzahl von parallelen Aktivitäten zum Thema Lärm verheißt derzeit zumindest: Problem erkannt. Ob aus den vielfältigen Beschäftigungen aber außer Papier auch konkrete Abhilfe erwächst, muss zunächst noch offen bleiben…
Gleich für zwei Brennpunkte in Oberschleißheim wird das neue Instrument nach europäischer Rechtssetzung ausprobiert, ein Lärmaktionsplan. Die Gemeinde erstellt eine derartige Analyse der Lärmbelastung und eine Zusammenstellung möglicher Gegenmaßnahmen gerade für die Feierabendstraße, die Bezirksregierung für die Anlieger der Bahnstrecke durch den Ort.
Überschlägige Lärmberechnungen haben für beide Situationen ergeben, dass ein Lärmaktionsplan notwendig werden könnte. Und in beiden Fällen hat die differenzierte Analyse diese Einschätzung auch bestätigt, die Anlieger sind jeweils von Lärm betroffen, der über die einschlägigen Grenzwerte zum Schutz der Gesundheit hinausgeht.
Das Rathaus hat seinen Lärmaktionsplan für die Staatsstraße bereits in Genehmigungsverfahren gebracht. Die Behörden und betroffenen Fachstellen haben sich jetzt dazu geäußert, ein Entwurf wird nach der Sommerpause dem Gemeinderat vorgelegt. Auch die Bezirksregierung hat ihren Entwurf für einen Lärmaktionsplan entlang der Bahntrasse für den Herbst versprochen.
Hier herrscht aber im Rathaus bereits Ernüchterung, da eine weitere Etappe des Plans entlang der Bahnstrecke dere S1 für Eching bereits vorliegt – und darin findet sich wenig mehr als eine Auflistung der Möglichkeiten ohne den geringsten Ansatz einer konkreten Umsetzung. Dennoch hält die Gemeindeverwaltung die Lärmaktionspläne für deutlich mehr als bloße Papiertiger. Dass etwa die geplante Ortsumgehung für Oberschleißheim kürzlich unverhofft in den Dringlichkeitsplan des Bayerischen innenministeriums gereutscht sei, könne durchaus mit der im Lärmaktionsplan dokumentierten dramatischen Belastung der innerörtlichen Straße zusammenhängen, glaubt Josef Schartel, der Leiter des Gemeindebauamts: „Da ist diese Kartierung schon wirksam.“
Unabhängig von der neuen Rechtsform bastelt die Gemeinde selbst auch an einem eigenen Lärmschutzprogramm. Mit einer eigenen detailgerechten Lärmkartierung sollen Grundlagen geschaffen werden, welchen Vierteln oder Straßenzügen mit welchen Maßnahmen geholfen werden soll. Zur Debatte stehen etwa Lärmschutzwälle, die vom Rathaus nicht auf die lautesten Proteste verteilt werden sollen, sondern an die effektiv belasteten Straßenzüge. Und an nicht reparierbaren Lärmbrennpunkten denkt die Gemeinde auch über eine finanzielle Förderung von Schallschutzfenstern nach.
Eine Berechnung der Lärmwerte Straße für Straße hat der Gemeinderat bereits ermitteln lassen, die hohen Handlungsbedarf auswies. Weil aber in vergangenen staatlichen Verfahren Oberschleißheim stets die Berechnung von Lärm als irreführende Vereinfachung gerügt hatte, hält sich der Gemeinderat jetzt an seine eigene Kritik und will die Berechnung durch konkrete Messungen verifizieren. Sechs über den ganzen Ort verstreute Punkte wurden ausgewählt, an den jeweils mehrfache Messungen über mehrere Stunden mit dem Mikro an der Straße die tatsächliche Belastung dokumentieren sollen. Danach will das Rathaus Belege genug haben, um Schutzmaßnahmen oder Zuwendungen gerecht verteilen zu können.


31.07.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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