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ORTSGESCHEHEN

Wer folgt 2014 auf Ziegler?

18 Amtsjahre von Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD) gehen auf die Zielgerade. 2014 wird ein neuer Bürgermeister gewählt, nachdem die heute 64jährige altersbedingt dann nicht mehr antreten kann. Doch obwohl alle potentiellen Bewerber um ihre Nachfolge quasi von Null starten müssen, hat sich bislang noch niemand ansatzweise aus der Deckung gewagt.
Ausgerechnet der Kandidat, dessen Bewerbung quasi seit 2008 als gesichert galt, hat dabei schon am dezidiertesten erklärt, 2014 nicht zu kandidieren. Dass Thomas Guldenkirch vor drei Jahren für die CSU in den Ring stieg, schien auf lange Sicht angelegt. Konnte er seinerzeit nicht unbedingt erwarten, Ziegler nach zwei Amtszeiten aus dem Rathaus zu verdrängen, so schien mit dem nötigen Bekanntheitsgrad aus dann zwei Wahlen und einer Mandatsperiode dazwischen der Boden für eine aussichtsreiche Wahl des heute 44jährigen 2014 bereitet.
„So lange hab ich nicht gedacht“, tut Guldenkirch derartige Gedankenspiele ab. Er habe es 2008 „einmal probiert und dabei wird’s wohl bleiben“. Die klare Niederlage bereits im ersten Wahlgang habe ihm „einen gewissen Lernfaktor“ vermittelt und auf eine Wiederholung sei er „nicht besonders scharf“.
Die Politik im Gemeinderat laufe „nicht so, wie ich mir das vorstelle“, vielmehr sei es dort „ziemlich langweilig“. Zudem hat sich der Rechtsanwalt 2010 mit eigener Kanzlei selbständig gemacht, was die Zeit für das politische Engagement ebenfalls limitiere. Da nicht davon auszugehen ist, dass Emil Köbele, der 2002 für die CSU und 2008 für die Freien Wähler angetreten war, ein drittes Mal kandidiert, werden 2014 lauter Wahl-Neulinge im Fokus stehen.
„Natürlicher“ Kronprinz für Elisabeth Ziegler wäre ihr Stellvertreter seit sechs Jahren, Zweiter Bürgermeister Erich Elsner. Allerdings ist der Einschätzung noch nie widersprochen worden, dass Ziegler schon 2008 abgetreten wäre, wenn Elsner als Nachfolgekandidat zugesagt hätte. Da er 2008 offenbar nicht zu einer Kandidatur bereit war, würde es eher verwundern, sollte der heute 55jährige sechs Jahre älter dann antreten.
Da der Orts- und Fraktionsvorsitzende Peter Lemmen altersbedingt nicht in Frage kommt, wäre in der engeren Wahl der Genossen wohl noch Florian Spirkl. Der 28jährige ist Stellvertretender Fraktionssprecher im Gemeinderat und auch Stellvertretender Kreisvorsitzender seiner Partei. Nach seinem Physikstudium promiviert Spirkl derzeit am Lehrstuhl für physikalische Chemie. „Das ist nun erstmal mein privates Ziel“, schiebt er konkrete Gedanken an 2014 noch zurück.
Bereits mit 19 Jahren in den Gemeinderat eingezogen, ist er seither erklärte Nachwuchshoffnung der SPD. Spirkl wie Elsner verweisen auf anstehende Klärungsprozesse in der Fraktion. Elsner wäre als Zweiter Bürgermeister schon auf idealer Plattform für eine Nachfolgekandidatur. Sollte es in der Fraktion nach einer anstehenden Klausurtagung eventuell eine Personalrochade geben, könnte auch dies ein Fingerzeig auf die personellen Vorstellungen der Genossen sein.
Bei der CSU hatte als Bürgermeisterkandidat und Fraktionssprecher zuletzt Guldenkirch die zentrale Rolle inne. Wen hätten die „Schwarzen“ in der Hinterhand? Von „mehreren geeigneten Kandidaten“ spricht die neue Ortsvorsitzende Angelika Kühlewein. Entsprechende Signale des Interesses habe sie auch bereits erhalten. Aus dem Gemeinderat kämen altersbedingt wohl nur Gisela Kranz und Peter Lebmeir in Frage. Möglicherweise aber setzt die CSU ihr radikales Personalrevirement im Ortsvorstand auch in die Bürgermeisterkandidatur fort und die neue Vorsitzende tritt an?
Da seit sieben Bürgermeisterwahlen, seit 1976, immer CSU und SPD im „Finale“ landeten, sind die Kandidaten anderer Gruppierungen mit etwas weniger Relevanz begleitet. Erst mal abwarten, wie sich die „Großen“ positionieren, ist denn unisono die Aussage von Freien Wählern, Grünen und FDP.
Ein sehr präsentes Auftreten legt hier seit kurzem Christian Kuchlbauer hin, der neue Stellvertretende Vorsitzende der Freien Wähler. Der 50jährige Versicherungskaufmann scheint eine Bürgermeisterkandidatur nicht auszuschließen. Seine Gruppierung steht angesichts des anstehenden Generationenwechsels ohnehin am Scheideweg, so dass den Wahlen 2014 die weitere Zukunft der Freien Wähler entscheidend bereinflussen dürften.


29.07.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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