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ORTSGESCHEHEN

Bahn-Trog mit 1,4 Kilometer Länge ist machbar

Die geplante Installierung eines Überholgleises in Oberschleißheim im Gesamtkomplex der Flughafenanbindung auf der Schiene würde sich durch den kompletten Ort ziehen – und von vier bis sechs Meter hohen Lärmschutzwänden flankiert werden. Als Alternative dazu hat das bayerische Wirtschaftsministerium nun auch eine Tieferlegung der Bahn untersucht. Die Variante mit der besten Realisierungschance soll demnach ein 1,4 Kilometer langer Trog sein, der am Würmkanal im Süden des Ortes in den Untergrund abtaucht, unter dem Dachauer Kanal seinen tiefsten Punkt erreicht und dann bis zum Beginn des Bahnhofs wieder die Oberfläche erreicht.
Obwohl von den reinen Höhenmaßen her die tiefergelegte Bahn auch auf einigen hundert Meter abgedeckt werden könnte, ist das nicht in der Grobplanung enthalten, da eine Decke ab 80 Metern Länge den Trog zum Tunnel machen würde, und dann gelten andere Bau- und Sicherheitsstandards, die das Projekt verteuern würden. Ohne Tunneldecken werden 90 Millionen Euro als reine Baukosten geschätzt, hinzu kommen rund zehn Millionen Euro an Ablöse- und ähnlichen Kosten.
Bei der Vorstellung der Studie am Montag im Bürgerzentrum erläuterte Christian Schmitt vom Planungsbüro „SSF Ingenieure“, ein großer Posten der Kosten entstünde dadurch, dass der Trog bei laufendem Betrieb konstruiert werden müsse, was eine „sehr, sehr unschöne Sache“ sei.
Flankiert würde der Trog dann durch Schallschutzwände, die den Lärmschutz entlang der Trasse sicherstellen. Wenn die Bahn Ausbaumaßnahmen vornimmt, wie es die Verlängerung des Überholgleises wäre, muss Lärmschutz nach neuesten Standards nachgerüstet werden, und das würde angesichts der immensen Belastung der Strecke ohne Trog zu den meterhohen Wänden durch den Ort führen.
Die Tieferlegung würde freilich nicht nur den Lärmschutz gewährleisten, sondern auch den höhengleichen Bahnübergang an Dachauer und Schönleuthnerstraße auflösen. Entsprechend könnte in der Finanzierung auch das Eisenbahnkreuzungsgesetz bemüht werden, wo sich Bahn und Bund an der Entschärfung von Kreuzungen finanziell beteiligen müssen. Die Gemeinde könne in dem Prozess jedenfalls „immer nur Mahner und Bittsteller“ sein, betonte Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler vor den rund 70 Interessenten, eine aktive oder gar planende Rolle komme ihr von der Zuständigkeit und der Finanzkraft her nicht zu.
Für die Bürgerinitiative „Bahn im Tunnel“ versichte ihr Vorsitzender Peter Benthues Einverständnis mit der Trogvariante, man würde „selbstverständlich auch diese Minimallösung akzeptieren“.
 
(hierzu sind Lesermails eingegangen)


07.06.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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