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Solaranlage in der Dachhaut des Museums

Solaranlage in der Dachhaut des Museums

Zum 20sten Jubiläum erhält die Ausstellungshalle des Deutschen Museums ein neues Dach. Die Textilfolie der Dachkonstruktion hat nur eine Lebensdauer von rund zwei Jahrzehnten, so dass vor dem großen Jubiläum im kommenden Jahr derzeit das Dach der Ausstellungshalle saniert wird. Das Museum hat mit der turnusmäßigen Erneuerung gleich eine Innovation verbunden: künftig wird eine in die Dachhaut integrierte Solaranlage Strom profuzieren.
Die Solarzellen sind bei dieser Spezialanfertigung bereits in die Folie integriert, die als Dachhaut auf die metallene Trägerkonstruktion aufgebracht wird. Mit einer Spitzenleistung von 78 Kilowatt/Peak soll die Anlage rund 73.400 Kilowattstunden jährlich an Strom erzeugen, der nicht ins Netz eingespeist, sondern gleich in der Flugwerft verbraucht wird. Im vergangenen Jahr hatte das Oberschleißheimer Museum eine Stromrechnung über 330.000 Kilowattstunden.
Die Solaranlage soll nach Angaben von der Museumsinsel jährlich 65 Tonnen Kohlendioxidausstoß bei konventioneller Energiegewinnung vermeiden. „Das ist ein durchaus guter Beitrag zur Diskussion um erneuerbare Energien“, findet Gerhard Filchner, der Leiter der Oberschleißheimer Depandance. In Dachsanierung und Photovoltaik investiert das Museum rund eine Million Euro.
Seit geraumer Zeit tropft es schon in die Ausstellungshalle, das Musum musste sich teilweise mit Eimern auf dem Boden behelfen. Die 1991 an die historische Flugwerft neu angebauten Hallen sind von einer Trägerstruktur aus Metall überdacht, die mit Textilfolie belegt ist. Problemzonen für den Wassereintritt in die Ausstellungsräume sind vor allem die Schnittstellen zwischen dem Dach und den reichlichen Oberlichten, die den Hallen ihr luftiges Gepräge verleihen. Außerdem wurde durch schadhafte Stellen im Dachtextil auch die Wärmeisolierung darunter durchfeuchtet. Mit der Dacherneuerung nimmt das Museum auch ein paar zeitgemäße Neuerungen vor wie etwa die Modernisierung der Blitzableiter oder den Einbau einer automatischen Lautsprecheranlage für Notfallevakuierungen.
Die kompletten Bauarbeiten würden von außen vorgenommen, schildert Filchner, „in der Ausstellung merkt man nichts“. Entsprechend gibt es keine Einschränkungen für den Museumsbesuch. Die 1992 eröffnete Anlage feiert im kommenden Jahr ihr zwanzigjähriges Bestehen, eingebettet in das viel imposantere Jubiläum zum hundertjährigen Bestehen des Schleißheimer Flugplatzes.


26.04.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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