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ORTSGESCHEHEN

Bahnhof bleibt Rangiermasse der Bahn

Bahnhof bleibt Rangiermasse der Bahn

Seit 15 Jahren steht der alte Bahnhof leer, das verwahrloste Gebäude und Grundstück gelten als ein Schandfleck des Ortes. Vor Jahren nun wollte sich die Bahn von dem Gelände trennen, eine örtliche Initiative bemühte sich, das Gebäude mit seiner originellen Historie zu erwerben und als öffentlichen Raum nutzbar zu machen. Doch jetzt wurde der Bahnhofsverkauf geblockt. Die Bahn AG hat die Freigabe des Geländes zurückgezogen, da ein möglicher Gleisausbau in Oberschleißheim quer durch das Gebäude verlaufen würde.
2003 hat die Bahn an die 30 Millionen Quadratmeter Grund bundesweit an ihre frisch gegründete Tochter „Aurelis“ übereignet zur Veräußerung dieser nicht mehr benötigten Flächen. Seither stand auch der alte Bahnhof auf dem Markt, der 1898 auf Rollen um sechs Meter nach Osten verrückt worden sein soll. 2008 hat eine Oberschleißheimer Initiative „Verrückter alter Bahnhof“ um Ute Wagatha und Walter Klar ein konkretes Kaufangebot abgegeben.
Doch Anfang des Jahres hat „Aurelis“ die Verhandlungen beendet. Die Bahn AG habe nach Detailprüfung „betriebsnotwendige Flächen“ wieder aus der Verkaufsmasse zurückgenommen, schildert Boris Marten von „Aurelis“ auf Anfrage. Etwa 5000 Quadratmeter Fläche in einem schmalen Schlauch entlang der Bahnlinie sind weiter zu verkaufen (im Bild rot begrenzt) – nur das Bahnhofsgebäude als westlichste Ausbuchtung dieser unregelmäßigen Fläcge wurde ausgeklammert, da es am nächsten an die Gleise heranreicht und bei einem möglichen Ausbau daher tangiert würde.
Die Initiative „Verrückter alter Bahnhof“ wollte das seit 15 Jahren komplett leer stehende Gebäude als kulturelles Begegnungszentrum gestalten. Unter dem Motto „Bürger für Bürger“ sollten vom Kauf über die Renovierung bis hin zur Nutzung ausschließlich Eigeninitiative eingebracht werden und daraus ein öffentlicher Raum für Oberschleißheim werden, schildert Ute Wagatha. Zur Finanzierung sollte eventuell ein Verein gegründet, die Renovierung dann unter Federführung örtlicher Handwerker organisiert werden. Als Nutzung schwebten ihr zum Beispiel Räume für Konzerte, Lesungen oder Ausstellungen örtlicher Künstler vor, dazu ein Cafe oder auch ein Raum für Historie.


25.04.2011    |    Ihre Meinung dazu...    |    nach oben    |    zurück

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